US-Notenbanker will Zinserhöhung «lieber früher als später»

Ein hochrangiger US-Notenbanker hat seine Forderung nach einer schrittweisen Erhöhung des Leitzinses in den Vereinigten Staaten bekräftigt.
07.09.2016 03:52
Federal Reserve in Washington, D.C.
Federal Reserve in Washington, D.C.
Bild: Bloomberg

"Es macht Sinn, auf einen graduellen Pfad von Zinserhöhungen zurückzukehren, lieber früher als später", sagte der Präsident der Fed von San Francisco, John Williams, im Dienstag (Ortszeit). Die US-Wirtschaft sei "in einem guten Zustand". Williams entscheidet in diesem Jahr turnusmäßig nicht mit über die Geldpolitik, nimmt aber an den Beratungen teil.

Der überraschend geringe Job-Zuwachs im August hatte am Freitag Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung gedämpft. Die Fed hatte im Dezember den Leitzins erstmals seit fast zehn Jahren angehoben und hält ihn seither in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

Fed-Chefin Janet Yellen stieß zuletzt zwar die Tür für eine Zinsanhebung auf, ließ den Zeitpunkt aber offen. Einige Experten gingen bisher davon aus, dass der zweite Schritt noch im September folgen könnte. Nach den jüngsten Arbeitsmarktzahlen gilt dies als unwahrscheinlicher. 

(Reuters)