US-Steuerreform - Müssen CS und UBS Milliarden abschreiben?

Den Schweizer Grossbanken drohen angesichts der geplanten US-Steuerreform milliardenschwere Abschreibungen.
06.12.2017 15:35
Die UBS in New York.
Die UBS in New York.
Bild: ZVG

Im Zentrum stehen dabei die Verlustvorträge, die UBS und Credit Suisse während der Finanzkrise in den USA angehäuft haben. Bei einer Verringerung der Unternehmenssteuern auf 20 von bislang 35 Prozent drohe der Credit Suisse eine Wertminderung ihrer Verlustvorträge um 2,1 Milliarden Franken, bestätigt ein Sprecher der Credit Suisse am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Finanz und Wirtschaft". Der UBS würden bei einer Steuersenkung in diesem Ausmass Abschreibungen von rund 3 Milliarden Franken drohen. Das ergibt sich aus Angaben der Bank in der Präsentation zu den Neunmonatszahlen: Für jeden Prozentpunkt an Steuersenkungen hatte die UBS eine Abschreibung auf die Verlustvorträge von 200 Millionen Franken angesetzt. Insgesamt verfügte die UBS in den USA zuletzt über 7,9 Milliarden an Steuerguthaben.

Ob die Abschreibungen tatsächlich noch im laufenden Jahr fällig werden hängt davon ab, wann US-Präsident Donald Trump seine Unterschrift unter das neue Gesetz setzt. Das könnte noch vor Weihnachten der Fall sein. Für die Credit Suisse würde das den dritten Jahresverlust in Folge bedeuten: Denn in den ersten neun Monaten kam die Bank auf einen Gewinn von 1,1 Milliarden Franken. Die UBS erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen einen Nettogewinn von 3,4 Milliarden Franken und dürfte das Jahr damit trotz der möglichen Abschreibung positiv abschliessen.

Auf die Kapitalquoten der Banken haben die Abschreibungen keinen Einfluss.

(Reuters)