USA: Stimmung in der Industrie bleibt schlecht

Die Stimmung in der Industrie des US-Bundesstaats New York bleibt schlecht. Zudem ist die Industrieproduktion in den gesamten USA im August deutlicher geschrumpft als erwartet.
15.09.2015 16:00
Noch sprühen die Funken in der US-Industrie zu wenig.
Noch sprühen die Funken in der US-Industrie zu wenig.
Bild: Bloomberg

Der Empire-State-Index stieg im September nur geringfügig von minus 14,92 Punkten auf minus 14,67 Zähler, teilt die regionale Notenbank von New York am Dienstag mit. Analysten hatten dagegen im Mittel mit einem Anstieg auf minus 0,50 Punkte gerechnet.

Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit der Industrie im Staat New York. Er gilt als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in den gesamten USA. Der Index wird durch Befragungen von Unternehmensvertretern ermittelt. Abgefragt werden unter anderem die Lagerbestände, Preise, Auftragseingänge und Absatzzahlen.

Ein Wert unter null Punkten signalisiert ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivität. Positive Werte weisen dagegen auf Wachstum hin.

Industrieproduktion schrumpft im August

Die US-amerikanische Industrieproduktion ist im August nach einem starken Vormonat deutlicher geschrumpft als erwartet. Die Produktion sei zum Vormonat um 0,4 Prozent gefallen, teilte die US-Notenbank am Dienstag in Washington mit. Bankökonomen hatten mit einem Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet. Allerdings stieg die Produktion im Vormonat um aufwärtsrevidierte 0,9 Prozent. Zunächst war lediglich ein Anstieg von 0,6 Prozent ermittelt worden.

Die Kapazitätsauslastung der Unternehmen ging im August stärker als erwartet zurück. Sie fiel von 78,0 Prozent im Vormonat auf 77,6 Prozent. Erwartet wurde lediglich ein Rückgang auf 77,8 Prozent.

(AWP)