USA: Weniger neue Jobs im Oktober als erwartet

Die US-Unternehmen haben im Oktober weniger Stellen geschaffen als erwartet.
02.11.2016 13:45
In der Privatwirtschaft wurden in den USA im Oktober 147'000 neue Jobs geschaffen.
In der Privatwirtschaft wurden in den USA im Oktober 147'000 neue Jobs geschaffen.
Bild: pixabay.com

Es entstanden 147'000 neue Jobs, wie der Arbeitsvermittler ADP am Mittwoch unter Berufung auf seine Umfrage unter privaten Firmen mitteilte. Dies ist laut ADP der schwächste Stellenzuwachs seit Mai. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Plus von 165'000 gerechnet. Allerdings wurde der Vormonatswert auf 202'000 von zunächst ermittelten 154'000 Jobs nach oben korrigiert.

Die Daten wurden nur wenige Stunden vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed veröffentlicht. Diese hat angesichts der gutlaufenden Konjunktur eine Zinserhöhung ins Auge gefasst, dürfte nach Ansicht von Experten jedoch wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl am Dienstag noch davor zurückschrecken und den Schritt erst im Dezember wagen. Die Fed hält den Leitzins seit Dezember 2015 in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

Die Notenbank soll für stabile Preise sorgen und Vollbeschäftigung sichern. Während die Inflation noch unter der der angestrebten Marke von 2,0 Prozent liegt, haben die Währungshüter bei einer Arbeitslosenquote von zuletzt 5,0 Prozent ihr Ziel am Jobmarkt de facto erreicht. Für den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht der Regierung, der neben Firmenjobs auch Stellen des Staates umfasst, wird mit einem Absinken der Erwerbslosenquote auf 4,9 Prozent gerechnet. Das Stellenplus wird auf 175'000 Jobs geschätzt.

(Reuters)