Vakuumventil-Hersteller - VAT mit Gewinnsprung 2016

VAT ist im vergangenen Geschäftsjahr profitabel gewachsen. Während die Dividende positiv überrascht, fiel der Reingewinn jedoch unter den Erwartungen aus.
31.03.2017 07:55
VAT ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von Vakuumventilen, Mehrventilmodulen und Metallbälgen.
VAT ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von Vakuumventilen, Mehrventilmodulen und Metallbälgen.
Bild: ZVG

Das Betriebsergebnis von VAT auf Stufe EBITDA (bereinigt um Einmalkosten) legte um 24,7% auf 158,1 Mio CHF zu und die entsprechende Marge auf 31,1% von 30,8% im Vorjahr, wie das seit letztem Frühling an der SIX gelistete Unternehmen am Freitag mitteilt.

Unter dem Strich hat sich der Reingewinn auf 67,2 Mio CHF vervielfacht. Im Geschäftsjahr 2015 stand ein Gewinn von 7,1 Mio CHF zu Buche.

Den Aktionären soll eine Dividende von 120 Mio CHF bzw. 4,00 CHF je Aktie ausgeschüttet werden. Dies ist eine positive Überraschung, hatte das Management doch im Oktober noch gesagt, dass man 80 Mio CHF zur Ausschüttung als Dividende bereithalten wolle. Entsprechend wurden hier die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) klar übertroffen. Diese hatten mit einer Dividende von durchschnittlich 2,67 CHF je Aktie gerechnet. Beim bereinigten EBITDA wurden 157,5 Mio CHF veranschlagt, beim Reingewinn 70,6 Mio. Damit fiel der Reingewinn unter den Erwartungen aus.

Neuer Verwaltungsratspräsident

Zudem kommt es zu einem Wechsel im Präsidium des Verwaltungsrates. VRP Horst Heidsieck habe sich entschlossen, bei der Generalversammlung am 17. Mai nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten. Als neuer VRP wird Martin Komischke, VRP der Hoerbiger Holding AG, nominiert; Hermann Gerlinger soll als zusätzliches Mitglied in das Gremium gewählt werden.

Umsatzangaben und eine Gewinnindikation hatte das Unternehmen bereits im Januar gemacht. Die damaligen Angaben werden nun bestätigt. So stiegen die Erlöse um 24% auf 507,9 Mio CHF. Ende Oktober hatte die Gesellschaft noch mit einem Plus von 15% bis 18% gerechnet. Damals war die Prognose schon angehoben worden. Gleichzeitig stieg der Auftragseingang um 31% auf 561,9 Mio CHF. Bestätigt wurde im Januar die zuvor abgegebene Guidance, dass die bereinigte EBITDA-Marge für 2016 bei ungefähr 31% zu liegen kommen soll.

Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet die Geschäftsleitung mit einer ebenfalls starken Nachfrage, wie es heisst. Es wird mit einer Steigerung des Nettoumsatzes bei konstanten Wechselkursen um mindestens 20% gerechnet. Bei der bereinigten EBITDA-Marge werden "rund" 31% angestrebt und damit das Niveau von 2016 angestrebt. Hier werden Investitionen als Grund angeführt. Das mittelfristige Ziel von 33% bleibe bestehen.

(AWP)