Verbesserte Marktstimmung hilft Schmolz+Bickenbach

Der Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach hat im zweiten Quartal im Jahresvergleich bei einer gut gehaltenen Absatzmenge einen tieferen Umsatz verzeichnet. Die Analystenerwartungen werden teilweise verpasst.
11.08.2016 08:03
Stahlproduktion von Schmolz+Bickenbach.
Stahlproduktion von Schmolz+Bickenbach.
Bild: youtube

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT sank deutlich und das Nettoergebnis halbierte sich gegenüber dem Vorjahreswert. Verglichen zum ersten Quartal wurde jedoch auf allen Stufen eine Verbesserung erreicht.

Der Umsatz sank in der Berichtsperiode um 14% auf 618,7 Mio EUR, während der Absatz leicht um 0,4% auf 471 Kilotonnen wuchs, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der bereinigte Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA ging um 14% auf 52,5 Mio EUR Mio zurück, der EBIT um 30% auf 19,4 Mio. Unter dem Strich verblieb damit ein Gewinn von 2,4 Mio, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 4,8 Mio EUR erzielt worden war.

Mit den Zahlen liegt der Stahlkonzern beim Umsatz klar unter den Erwartungen der Analysten, bei den Gewinnzahlen jedoch darüber. Die Finanzexperten gingen laut dem AWP-Konsens von einem Umsatz von 664,5 Mio EUR, einem EBITDA von 45,9 Mio, einem EBIT von 15,6 Mio und einem Nettoergebnis von 2,2 Mio aus.

Verglichen mit den Resultaten der ersten drei Monate des Jahres konnten die Ergebnisse durchgehend verbessert werden. Der Fokus auf unternehmensinterne Massnahmen zur Steigerung der Profitabilität habe sich ausbezahlt, heisst es in einem Kommentar von CEO Clemens Iller. Die Umsetzung sei zudem von einer verbessernden Marktstimmung unterstützt worden.

Die Nettoverschuldung konnte weiter verringert werden. Sie sank per Mitte 2016 auf 454 Mio EUR nach 471 Mio zum Jahresende 2015, Mitte 2015 waren es noch 638 Mio gewesen.

Der Ausblick für das Gesamtjahr wird bestätigt. Demnach rechnet Schmolz+Bickenbach weiter mit einer Absatzmenge in Höhe des Vorjahres (1'763 Kilotonnen) und einem bereinigtem EBITDA in einer Spanne zwischen 150 Mio und 190 Mio EUR. Dabei werde die zweite Jahreshälfte stärker als die erste ausfallen, heisst es.

(AWP)