Verkäufe von Apples Smartwatch brechen ein

Der weltweite Verkauf von Smartwatches ist in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen.
22.07.2016 12:15
Im zweiten Quartal weniger als die Hälfte wie beim Start vor einem Jahr verkauft: Apple Watch.
Im zweiten Quartal weniger als die Hälfte wie beim Start vor einem Jahr verkauft: Apple Watch.
Bild: pixabay.com

Im zweiten Quartal 2016 seien etwa 3,5 Millionen der internetfähigen Armbanduhren verkauft worden, 32 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, erklärte das Marktforschungsunternehmen IDC am Donnerstag. Es ist der erste Rückgang, seit IDC Anfang 2013 mit der Marktbeobachtung begonnen hat.

Verantwortlich für das deutliche Minus war den Marktforschern zufolge eine drastischer Einbruch von 55 Prozent bei den Verkäufen der Apple Watch. Apple gibt dazu selbst keine Zahlen bekannt, IDC stützt sich auf eigene Umfragen und Daten von Händlern und Zulieferern.

Trotz des Absturzes bleibt Apple den Angaben zufolge aber Marktführer bei Smartwatches. Der Technologieriese habe einen Anteil von 47 Prozent und bleibe damit in weitem Abstand vor dem südkoreanischen Konkurrenten Samsung mit 16 Prozent, erklärte IDC. Alle anderen Smartphone-Anbieter ausser Apple hätten ihre Verkäufe im zweiten Quartal steigern können, Samsung sogar um 51 Prozent.

Apple-Watch-Verkaufsstart vor einem Jahr

Es müsse im Vorjahresvergleich allerdings berücksichtigt werden, dass die Apple Watch im zweiten Quartal 2015 auf den Markt gekommen sei, betonte IDC. Unmittelbar nach dem Verkaufsstart sei die Apple Watch sehr gefragt gewesen und hätte sich auch im Weihnachtsgeschäft gut verkauft.

Derzeit warteten viele Smartwatch-Interessenten auf neue Produkte, so die Marktforscher. Von Apple wird ein neues Gerät und auch eine aktualisierte Software im Laufe des Jahres erwartet.

Allgemein sei der Markt der sogenannten Wearables, zu denen etwa auch internetfähige Fitnessarmbänder gehören, noch jung, erläuterte IDC-Experte Ramon Llamas. Sein Kollege Jitesh Ubrani erklärte, für kommendes Jahr seien wieder steigende Verkaufszahlen zu erwarten.

(AWP/SDA/AFP)