Verlust bestätigt - Ascom will drei bis sechs Prozent wachsen

Ascom peilt für das laufende Jahr 2017 einen höheren Umsatz und eine höhere Profitabilität an.
09.03.2017 07:32
Schriftzug des Telekommunikationskonzerns Ascom.
Schriftzug des Telekommunikationskonzerns Ascom.
Bild: iNg

Konkret sollen die Verkäufe (zu konstanten Wechselkursen) um 3 Prozent bis 6 Prozent steigen und die EBITDA-Marge bei 14 Prozent bis 15 Prozent zu liegen kommen, wie der Technologiekonzern am Donnerstag mitteilt. Der leicht höhere Auftragsbestand im fortgeführten Geschäft am Ende des Jahres bilde eine "solide Basis" für diese Ziele, heisst es dazu im Geschäftsbericht. Somit will sich das Management unter CEO Holger Cordes im laufenden Jahr ein Stück weit den Mittelfristzielen annähern, die bis 2020 erreicht werden sollen. Konkret wird für das genannte Jahr ein Umsatzwachstum von 7 Prozent bis 10 Prozent sowie eine EBITDA-Marge von 20 Prozent angepeilt.

Aufgrund der üblichen Saisonalität dürfte auch im Jahr 2017 das zweite Halbjahr stärker ausfallen, betont die Gesellschaft weiter. Das erste Semester werde noch von den Nachwirkungen der Umstrukturierung und der Rekrutierung von Vertriebsmitarbeitenden beeinträchtigt sein. Im zweiten Semester sollen dann aber laut den Angaben die Lancierung mehrerer neuer Produkte und das grössere Vertriebsteams Schub geben.

Zahlen bestätigt

Abgesehen davon bestätigt und präzisiert die Gesellschaft früher gemachte Angaben zur Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr. So wurde im fortgeführten Geschäft (frühere Sparte Wireless Solutions) ein Umsatz von 300,8 Mio CHF erzielt (VJ 304,2 Mio). Der operative Gewinn kam bei 31,6 Mio CHF (VJ 45,5 Mio) zu liegen und die entsprechende Marge bei 10,5 Prozent nach 15,0 Prozent. Ohne Restrukturierungskosten hätte die Marge 14,0 Prozent betragen, heisst es weiter.

Der gesamte Ascom-Konzern, zu dem bis im Herbst noch die defizitäre Sparte Network-Testing gehörte, erzielte einen Umsatz von 354,3 Mio CHF (VJ 410,8 Mio) und erzielte einen EBITDA von 16,9 Mio CHF (VJ 43,8 Mio). Weil im Zusammenhang mit der Veräusserungen von Network Testing ein hoher nicht-cashwirksamer Verlust anfiel, steht unter dem Strich ein Jahresverlust von 145,7 Mio CHF.

Wie ebenfalls schon bekannt war, sollen die Aktionäre gleichwohl in den Genuss einer Dividende von 0,80 CHF pro Papier (VJ 0,45) kommen. Damit solle ein der Grossteil des Devestitionserlöses von "Network Testing" an die Aktionäre ausbezahlt werden, hatte es schon früher geheissen.

(AWP)