Vermögensverwalter - GAM zieht deutlich mehr Neugelder als erwartet an

Die GAM Holding hat mit dem jüngsten Zwischenbericht zu den verwalteten Vermögen die Markterwartungen deutlich übertroffen.
19.10.2017 07:28
GAM-CEO Alexander Friedman.
GAM-CEO Alexander Friedman.
Bild: cash

Per Ende September 2017 stiegen die verwalteten Vermögen um 13% auf 148,4 Mrd CHF - nach 131,3 Mrd CHF per Jahresmitte. Die Nettozuflüsse erreichten im dritten Quartal 11,8 Mrd CHF. Analysten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit Assets under Management (AuM) im Umfang von 136,0 Mrd CHF und mit Netto-Neugeldern von 1,9 Mrd gerechnet. 75% der im Investment Management verwalteten Vermögen in Fonds hätten sich besser entwickelt als der jeweilige Benchmark, teilt GAM am Donnerstag mit.

Im Investment Management stiegen die verwalteten Vermögen im dritten Quartal um 9% auf 78,7 Mrd CHF. Die Nettozuflüsse lagen bei 3,5 Mrd, wobei das Fixed-Income-Geschäft mit 4,1 Mrd CHF Hauptperformer war.

Im Private-Labelling-Geschäft legten die verwalteten Vermögen 18% auf 69,7 Mrd zu. Nettozuflüsse von 8,3 Mrd stammten zum grössten Teil von einem bestehenden Kunden, der eine unterdurchschnittliche Management-Fee-Marge aufweist, wie es heisst.

CEO zufrieden mit Ergebnis

CEO Alexander Friedman zeigte sich "sehr zufrieden mit der anhaltend positiven Entwicklung im dritten Quartal". Die Anlageergebnisse seien bei den meisten Fonds stark, und die Nettozuflüsse "waren sehr gut". Auch weiterhin sehe man bei GAM grosses Interesse für die Produkte, "dennoch erwarten wir nicht, dass die Zuflüsse sich im Tempo des dritten Quartals fortsetzen", so Friedman mit Blick in die Zukunft.

Das mehrjährige Umstrukturierungsprogramm schreite derweil gut voran. Die Stärkung der Vertriebskapazitäten dürfte sich auch in Zukunft unterstützend auf die Nettozuflüsse auswirken, so der Asset Manager weiter. Zudem sei ein Anbieter für eine einheitliche Datenarchitektur beauftragt worden, deren Implementierung derzeit laufe. Denn die operative Effizienz und das Erreichen der Ziele über einen Konjunkturzyklus hinweg seien nach wie vor die wichtigsten Prioritäten.

Ausserdem mache der Verwaltungsrat bei der Überprüfung der Vergütungsrichtlinien und -strukturen gute Fortschritte und werde voraussichtlich vor der Veröffentlichung der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2017 entsprechende Informationen veröffentlichen. GAM habe zudem beschlossen, ab Januar 2018 im Zuge der Umsetzung der neuen Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) alle Research-Kosten für die Kunden zu übernehmen.

(AWP)