Vermögensverwaltung - EFG vermeldet leicht positiven Neugeldzufluss

Der Vermögensverwalter EFG International hat in die Wachstumsspur zurückgefunden. Die Integration von BSI sei derweil auf Kurs.
16.11.2017 08:01
Die Privatbank EFG in Lugano am ehemaligen BSI-Hauptsitz.
Die Privatbank EFG in Lugano am ehemaligen BSI-Hauptsitz.
Bild: ZVG

Die zugrundeliegenden Nettoneugeldzuflüsse werden mit 2,0 Mrd Franken beziffert, was laut Mitteilung vom Donnerstag einer annualisierten Zuwachsrate von 4,3% entspricht. Insgesamt habe sich der Geldabfluss verlangsamt, heisst es. Er lag noch bei 1,5 Mrd Franken und liege damit mehr oder weniger im Rahmen der Guidance beim Halbjahresabschluss (2,0-3,0 Mrd). Ein Teil der erwarteten Abflüsse dürfte sich allerdings ins erste Quartal 2018 hinziehen.

Per Saldo ergibt sich somit für die Berichts-Periode ein leicht positiver Nettoneugeldzufluss von 1,5 Mrd Franken. Die Verwalteten Vermögen (AuM) lagen Ende Oktober bei 147,5 Mrd Franken(Ende Juni: 138,4 Mrd), wobei für den Anstieg neben dem Neugeldzufluss die Markt- und Fremdwährungseinflüsse verantwortlich waren. Nicht enthalten sind in dieser Rechnung 2,4 Mrd EUR aus der Übernahme der UBI Banca International, die erst per 2. November abgeschlossen wurde.

Während der Periode habe EFG ausserdem eine "solide" zugrundeliegende Profitabilität zu verzeichnen gehabt, dies trotz dem anhaltenden Integrationsprozess sowie saisonal geringerer Marktaktivitäten, heisst es weiter. Die Ertragsentwicklung sei mehr im Rahmen des Halbjahres gewesen, wobei ein gewisser Druck auf die Margen mit sinkenden Ausgaben kompensiert worden sei.

Man mache ausserdem "signifikante" Fortschritte bei der Reduktion der Kostenbasis und habe die bis dahin angestrebten Kostensynergien von 50 Mio Franken (vor Steuern) erreicht, so die Meldung. Die Zahl der Mitarbeiter sank per Ende Oktober auf 3'364 und diejenige der Kundenberater (CROs) auf 653, wobei 11 neue CRO in ausgewählten Märkten neu eingestellt worden seien. Ein Grossteil der angestrebten gesamten Kosteneinsparungen von 240 Mio Franken sollen mit Abschluss der BSI-Integration bis Jahresende erzielt werden.

(AWP/Reuters)