VerpackungsmaschinenBobst verdient markant mehr

Der Verpackungsmaschinenhersteller Bobst hat im ersten Halbjahr den Umsatz solide und den Gewinn markant gesteigert.
27.07.2017 07:38
Die Bobst Group ist ein Schweizer Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Verpackungsindustrie (im Bild Arbeiter im Werk in San Giorgio, Italien).
Die Bobst Group ist ein Schweizer Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Verpackungsindustrie (im Bild Arbeiter im Werk in San Giorgio, Italien).
Bild: ZVG

Der Umsatz stieg um 7,1 Prozent auf 643,2 Mio CHF, wie das Westschweizer Unternehmen am Donnerstag mitteilt. Diese Entwicklung erkläre sich hauptsächlich durch insgesamt gute Aktivitäten in allen drei Geschäftsbereichen und einen langsamen Start des Geschäftsbereichs Web-fed in 2016.

Volumen- und Preisschwankungen hätten einen positiven Einfluss in der Höhe von 48,9 Mio CHF oder 8,1 Prozent gehabt. Eine Verbesserung um 1,3 Mio sei zudem auf die Übernahme des deutschen Unternehmens Boxplan zurückzuführen. Die Umrechnung von Fremdwährungen führte zu einem negativen Einfluss von 4,4 Mio CHF oder 0,7 Prozent.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT hat sich auf 39,8 Mio CHF mehr als verdoppelt, ebenso die entsprechende Marge auf 6,2 Prozent und der Reingewinn fiel mit 27,7 Mio CHF knapp drei Mal so hoch aus wie im Vorjahr. Den Anstieg des EBIT begründet Bobst vor allem mit den höheren Umsätzen sowie mit der "sehr guten" Auslastung der Produktionskapazitäten und den höheren Reingewinn mit der Zunahme des EBIT.

Mit den Zahlen hat das Unternehmen die Prognosen der ZKB und von Research Partners markant übertroffen. Die Analysten hatten mit einem Umsatz von 612 Mio bzw. 617 Mio, einem EBIT von 19,4 und 24,0 Mio sowie einem Reingewinn von 11,0 Mio und 12,8 Mio gerechnet.

Alle Geschäftsbereiche hätten den EBIT dank höherer Umsätze gesteigert, heisst es zu den einzelnen Sparten. Die stärkste Zunahme kam aus dem Geschäftsbereich Sheet-fed, welcher von den Transformationsprogrammen der vergangenen Jahr profitierte. Aber auch der Geschäftsbereich Services verbesserte den Betriebsgewinn klar. Der Geschäftsbereich Web-fed leidet dagegen weiterhin unter einem weniger vorteilhaften Produktmix und hohem Druck auf die Margen.

Im Ausblick auf das Gesamtjahr zeigt sich das Unternehmen zuversichtlicher als noch im vergangenen März. Neu wird ein Umsatz und ein EBIT über dem Niveau des Vorjahres erwartet, bisher wurde lediglich mit gehaltenen Werten gerechnet. Die mittel- bis langfristigen Ziele wurden bestätigt. Diese lauten auf mindestens 8 Prozent für die EBIT-Marge und mindestens 15 Prozent Rendite auf dem eingesetzten Kapital (ROCE).

(AWP)