VersicherungsgruppeHelvetia erreicht die Prognosen in etwa

Die Versicherungsgruppe Helvetia hat im ersten Halbjahr mehr verdient als vor Jahresfrist. Mit der Strategie "helvetia 20.20" sieht sich der Konzern auf Kurs.
04.09.2017 07:34
Helvetia-Werbung in Malaga, Spanien.
Helvetia-Werbung in Malaga, Spanien.
Bild: cash

Der Konzerngewinn der Gruppe stieg nach IFRS-Rechnungslegung um 13% auf 210,1 Mio CHF. Das operative Ergebnis aus den Geschäftstätigkeiten (nach Steuern), welches die Helvetia aufgrund der Verzerrungen des IFRS-Gewinns durch Akquisitionseffekte in den Fokus stellt, erhöhte sich um 8,4% auf 258,4 Mio.

Die Integration der 2014 erworbenen Gesellschaften Nationale Suisse und Basler Österreich nähere sich dem Abschluss, heisst es in der am Montag veröffentlichten Mitteilung. Dabei seien im Ergebnis aus Geschäftstätigkeiten bereits Synergien vor Steuern in der Höhe von 62,0 Mio CHF (VJ 51,4 Mio) enthalten.

In der Nichtlebensversicherung verbesserte sich die für die Branche wichtige Combined Ratio leicht um 0,6 Prozentpunkte auf 91,3%, während das bereinigte Ergebnis in der Lebensversicherung um 4,2% auf 92,2 Mio angestiegen ist.

Das Geschäftsvolumen der Gruppe wuchs derweil in Lokalwährungen leicht um 0,3% und erreichte 5,53 Mrd CHF. Die Bruttoprämieneinnahmen werden mit 5,46 Mrd nach 5,49 Mrd in der Vorjahresperiode angegeben.

In der Bilanz weist Helvetia ein Eigenkapital in Höhe von 4,81 Mrd CHF nach ebenso viel Ende 2016 aus, wobei die SST-Quote per Ende letztes Jahr in der angestrebten Bandbreite von 140-180% lag.

Helvetia hat mit den Kennzahlen die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens) in etwa erreicht. Diese hatten im Vorfeld mit einem IFRS-Gewinn in Höhe von 209,2 Mio CHF, Bruttoprämieneinnahmen von 5,53 Mrd sowie einer Combined Ratio von 91,5% gerechnet. Das Eigenkapital schätzten die Experten auf 4,84 Mrd.

Konzernchef Philipp Gmür zeigt sich in der Mitteilung stolz über das Erreichte: "Mit unserer Strategie wird Helvetia agiler, innovativer und kundenzentrierter. Zudem schafft sie die Voraussetzungen dafür, die Chancen der Digitalisierung optimal nutzen zu können."

Seit Anfang Jahr orientiert sich der Versicherer an den Vorgaben des Strategieprogramms "helvetia 20.20". Demnach will Helvetia das Geschäftsvolumen bis 2020 in den Bereich von 10 Mrd CHF steigern (2016: 8,5 Mrd). In der Nichtlebenversicherung soll die Combined Ratio unterhalb der 93%-Marke gehalten werden und die Eigenkapitalrendite soll sich im Bereich von 8 bis 11% bewegen.

(AWP)