Versicherungskonzern Axa lehnt Fusionen ab

Der französische Versicherungskonzern Axa hat Übernahmen grosser Rivalen wie Generali oder Zurich eine Absage erteilt.
04.10.2016 06:23
Am AXA-Hauptsitz in Paris.
Am AXA-Hauptsitz in Paris.
Bild: Bloomberg

"Das macht überhaupt keinen Sinn", sagte Axa-Chef Thomas Buberl in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe). In den vergangenen Monaten gab es Spekulationen über einen Kauf des italienischen Marktführers Generali durch Axa.

Allianz, Zurich und Generali seien die Wettbewerber von heute, künftig werde es die Axa mit anderen Gegnern zu tun haben. "Ich habe sehr klare Indizien, dass die Wettbewerber von morgen Google, Apple und Facebook heißen." Die Axa werde durch die Übernahme eines Rivalen nicht fit für diesen Wettbewerb, sondern binde Management-Kapazität und Kapital. "Wir sind groß genug", sagte er.

Ohnehin werde der anstehende Umbau in der Versicherungswirtschaft sehr lange dauern. Die großen Marktteilnehmer müssten nicht fusionieren, und die kleinen hätten oft Bestände mit problematischen Verträgen, die niemand übernehmen wolle. Buberl steht seit dem 1. September 2016 an der Spitze des größten französischen Versicherers. Der Konzern wolle eine Milliarde Euro investieren und sich dabei auf die Kranken- und Gewerbeversicherung konzentrieren, sagte er. Außerdem sei Asien ein Investitionsschwerpunkt. 

(Reuters)