Vetropack schlägt die Prognosen deutlich

Der Glasverpackungshersteller Vetropack hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2016 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Mit dem Zahlenkranz hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen.
30.08.2016 08:07
Flaschenproduktion bei Vetropack.
Flaschenproduktion bei Vetropack.
Bild: ZVG

Der Umsatz stieg um knapp 15% auf 310,8 Mio CHF, wobei gut 10% auf den erstmals vollumfänglich einfliessenden Beitrag der Vetropack Italia zurückzuführen sind. Der Absatz konnte dabei um 6,7% auf 2,51 Mrd Stück gesteigert werden.

Auch operativ lief es deutlich besser. Der EBIT stieg um 27,4% auf 30,7 Mio CHF und die entsprechende Marge um einen Prozentpunkt auf 9,9%. Damit wurde der von CEO Claude Cornaz Ende April selbstgesteckte Zielkorridor von 10 bis 12% fast erreicht. Unter dem Strich resultierte ein um satte 72% höherer Reingewinn von 24,4 Mio CHF, nachdem im Vorjahr starken Fremdwährungsverluste zu verzeichnen gewesen waren.

Mit diesem Zahlenkranz hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten bei Umsatz, EBIT und Gewinn deutlich übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 306 Mio, für den EBIT bei 25,0 Mio und für den Reingewinn bei 20,4 Mio CHF.

Durch die Übernahme von Vetropack Italia habe die Gesellschaft einen neuen Inlandmarkt "mit starker Marktpräsenz" erhalten, so Vetropack weiter. Mit diesem Schritt habe man auch die Exportmärkte ausgebaut und ein Gegengewicht zu den stagnierenden Inlandmärkten gesetzt.

Gleichbleibende Marktsituation erwartet

Zudem habe man Herausforderungen in der Schweiz und der Ukraine zu bewältigen gehabt. Eine notwendige "kostenintensive" Reparatur des Gewölbes der Grünglaswanne im Schweizer Werk habe dessen Wertschöpfung reduziert.

Der Produktionsausfall habe aber durch Zulieferungen der Schwesterwerke und Verkäufe ab Lager kompensiert werden können, so Vetropack. Ausserdem habe sich der starke Franken weiterhin negativ auf die gesamte Geschäftstätigkeit ausgewirkt.

Für das zweite Halbjahr rechnet das Unternehmen mit einer "gleichbleibenden Marktsituation". In der Ukraine sei jedoch von einem rückläufigen Inlandmarkt auszugehen, was die Wertschöpfung auf Gruppenebene reduzieren werde. Hinzu kämen zwei im zweiten Halbjahr geplanten Reparaturen der Schmelzwannen im ukrainischen Werk Gostomel und im österreichischen Werk Pöchlarn.

Die konsolidierten Nettoerlöse sowie die Erträge seien daher voraussichtlich deutlich unter den Werten des ersten Halbjahres, so das Unternehmen. Für die gesamte Berichtsperiode 2016 werde aber dank Vetropack Italia weiterhin ein höherer Nettoerlös erwartet, jedoch tiefere Ertragszahlen, so Vetropack.

(AWP)