Visa-Dienstleister  - VFS steht in den Startlöchern für Börsengang an der SIX

Der Visa-Dienstleister VFS Global bereitet Insidern zufolge einen Börsengang an der Schweizer SIX vor.
04.12.2019 21:50
VFS mit Sitz in Dubai (Bild) wickelt in rund 3400 Antragszentralen im Auftrag von Regierungen die Vergabe von Visa ab.
VFS mit Sitz in Dubai (Bild) wickelt in rund 3400 Antragszentralen im Auftrag von Regierungen die Vergabe von Visa ab.
Bild: cash

Die aus dem Schweizer Reisekonzern Kuoni hervorgegangene Gesellschaft könnte im ersten Halbjahr 2020 an der SIX ihr Aktienmarkt-Debüt geben, sagten mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Transaktion werde von Credit Suisse und Citibank organisiert. Der Startschuss für einen Börsengang von VFS Global mit rund 11'000 Mitarbeitern sei aber noch nicht gefallen.

Anfang Jahr hatte der Finanzinvestors EQT eine Auktion zum Verkauf von VFS auf den Weg gebracht. Die Gesellschaft mit Hauptsitz in Dubai könnte auf einen Wert von zwei bis 2,5 Milliarden Franken kommen, hatten Insider damals erklärt. Doch der Verkauf wurde auf Eis gelegt, weil die Preisvorstellungen von EQT und Interessenten wie den Private Equity-Gesellschaften Partners Group, Cinven, CVC, Permira, PAI und Onex auseinandergelaufen waren.

Nun unternimmt EQT einen neuen Anlauf, die Beteiligung zu versilbern, dieses Mal über die Börse. "Es war die richtige Entscheidung noch zu warten, weil EQT nicht den Preis erzielen konnte, den sie sich vorgestellt hatten", sagte ein Kenner der Situation.

VFS ist weltweit in 147 Ländern tätig und wickelt in rund 3400 Antragszentralen im Auftrag von Regierungen die Vergabe von Visa ab. Wachstumspotenzial sieht VFS insbesondere bei Arbeitsbewilligungen und Fahrausweisen. Einer der Wettbewerber ist die zur französischen Teleperformance gehörende TLScontact. EQT hatte Kuoni 2016 gekauft und die Gesellschaft danach in drei Teile aufgespaltet. VFS, an der auch die Kuoni und Hugentobler-Stiftung beteiligt ist, wurde mit einer Reihe von Zukäufen gestärkt.

(Reuters)

 

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