Vontobel übernimmt Fondshaus Vescore von Raiffeisen

Die Bank Vontobel übernimmt die Fondstochter Vescore von der schweizerischen Raiffeisen. Vescore betreut Kundenvermögen von insgesamt 15 Milliarden Franken.
30.06.2016 08:02
Zeno Staub ist CEO der Bank Vontobel.
Zeno Staub ist CEO der Bank Vontobel.
Bild: ZVG

Die Bank Vontobel und die Raiffeisen-Gruppe stellen ihre Partnerschaft im Asset Management neu auf und verstärken ihre Zusammenarbeit. Im Rahmen der Partnerschaft soll sich Vontobel auf die Produktentwicklung und -verwaltung fokussieren und übernimmt die bisherige Raiffeisen-Asset Management-Tochter Vescore. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Raiffeisen konzentriere sich auf die Kundenbetreuung und -beratung im Anlagegeschäft, teilten die beiden Finanzinstitute am Donnerstag mit.

Vescore "ergänze das internationale Vontobel Asset-Management-Boutiquenmodell optimal", heisst es in der Mitteilung. So würden vor allem in den Bereichen nachhaltige und quantitative Anlagen bisherige Investmentkompetenzen weiter ausgebaut. Darüber hinaus verstärke Vontobel Asset Management insgesamt die Präsenz im Heimmarkt Schweiz sowie im institutionellen Geschäft im Fokusmarkt Deutschland.

Vescore-Übernahme mit Eigenmitteln

Die Akquisition wird von Vontobel vollständig durch Eigenmittel finanziert. Sie werde nach Integration unter Nutzung vorhandener Synergien in 2018 gewinnbringend sein, heisst es. Auch nach Finanzierung der Transaktion aus Eigenmitteln verfüge Vontobel über eine sehr solide Eigenkapitalausstattung, die weiterhin über der selbstgesetzten Zielgrösse von 16% liege.

Vescore, mit Sitz in St.Gallen und Büros in Basel, München, Lausanne, Riga, Wien und Zürich, betreut insgesamt 15 Mrd CHF an Kundenvermögen. Der Vollzug der Transaktion wird vorbehältlich der regulatorischen Genehmigung durch die Regulierungsbehörden im dritten Quartal 2016 angestrebt

Die vertiefte Partnerschaft im Asset Management baue auf der bereits am 9. Februar 2016 vereinbarten weiteren Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen bis Ende 2020 auf. Sie gehe über das Datum hinaus, heisst es weiter.

"Die vertiefte Zusammenarbeit im Asset Management beider Unternehmen mit der klaren Aufgabenverteilung ist der richtige Schritt", sagte Vontobel-CEO Zeno Staub in der Mitteilung. Sie werde weitere "Vorteile für die Kunden wie auch für beide Unternehmen" bringen, zeigte er sich überzeugt.

(AWP)