Vorsorge - Anleger legen vermehrt Vorsorgegelder in Wertpapieren an

Das Tiefzinsumfeld zeigt auch bei den Besitzerinnen und Besitzern von Vorsorgegeldern Wirkung. Sie kaufen mit ihrem zurückgelegten Geld vermehrt Wertpapiere.
16.05.2017 10:59
Immer mehr Leute legen ihre Vorsorgegelder in Wertpapieren an.
Immer mehr Leute legen ihre Vorsorgegelder in Wertpapieren an.
Bild: pixabay.com

Nach wie vor ist jedoch nur ein geringer Anteil der Vorsorgegelder in Aktien oder Obligationen angelegt.

Bei den vom Verein Vorsorge Schweiz (VVS) erfassten 3a-Konten lagerten Ende Jahr rund 22,7% der Gelder auf Wertschriftendepots, wie der VVS am Dienstag mitteilte. Ende 2015 lag diese Wertschriftendurchdringung bei 21,4%. Im vergangenen Jahr wurden im Bereich 3a mit einem Plus von 9,2% auch deutlich mehr Depots errichtet als Konten (+4,7%).

Das gleiche gilt auch für die Freizügigkeitskonten. Auch bei diesen Konten, auf die die Pensionskassen nach einem Austritt eines Versicherten das Geld überweisen, ist die Wertschriftendurchdringung leicht von 13,0% auf 13,5% angestiegen.

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Insgesamt lagerten auf den vom VVS erfassten 3a-Konten Ende des letzten Jahres 54,1 Mrd, auf Freizügigkeitskonten 31,7 Mrd CHF. Der Gesamtmarkt umfasst laut VVS rund 150 Mrd CHF.

Kein verstärkter Vorbezug

Keine Veränderung zum Vorjahr stellt der VVS beim Vorbezug von Vorsorgegeldern fest. Auch 2016 wurden wie im Vorjahr 1,5% der 3a-Gelder für den Kauf von Wohneigentum verwendet. Weitere 0,2% flossen durch das definitive Verlassen der Schweiz oder die Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit ab.

Zum ersten Mal erfasste der VVS bei seiner Umfrage auch die kontaktlosen Freizügigkeitskonten. Dem VVS wurden insgesamt 134'000 Konten und Depots mit einem Vermögen von insgesamt 1,5 Mrd CHF gemeldet, zu deren Berechtigten mangels Adresse kein Kontakt mehr besteht. Das entspreche zwar rund 20% der Konten der teilnehmenden VVS Mitglieder, jedoch nur etwa 5% des Vermögens, heisst es in der Präsentation der Studie.

Für die Studie hat der VVS die Daten von 36 Mitgliedsinstituten zusammengetragen, die mit einem verwalteten Kapital von insgesamt 85 Mrd CHF rund 55% des Gesamtmarktes umfassen.

(AWP)