Vorwurf an Pharmakonzern - Novartis soll Stimmgeheimnis der Aktionäre ignorieren

Dem Pharmakonzern Novartis könnten rechtliche Folgen wegen seiner Praxis bei der Stimmrechts-Auszählung drohen.
27.03.2019 07:38
Der Schriftzug von Novartis am Hauptsitz in Basel.
Der Schriftzug von Novartis am Hauptsitz in Basel.
Bild: Bloomberg

Wie die Fernsehsendung "Rundschau" von SRF am Mittwochabend berichten wird, konnte sie dem Konzern mit einem GPS-Tracker nachweisen, dass er die Stimmen seiner Aktionäre im Unternehmen auszählen lässt.

Die Daten der GPS-Sender belegten, dass Novartis die Wahlzettel von Aktionären damit nicht an den Stimmrechtsvertreter leitet, wie es auf der Internetseite des SRF heisst. Zudem erfahre der Verwaltungsratspräsident vorab die Ergebnisse der Auszählung. "Die Beschlüsse der Generalversammlung könnten deshalb vor Gericht angefochten werden", heisst es in dem Bericht weiter.

Weiter zitiert SRF eine schriftliche Stellungnahme vom Basler Anwalt Peter Andreas Zahn, dem gewählten unabhängigen Stimmrechtsvertreter für die Generalversammlung: "Die Verarbeitung von über 30'000 eingehenden Briefen erfordert einen grossen logistischen Aufwand, der die Kapazität einer Anwaltskanzlei sprengt."

Der Pharmakonzern selbst habe der "Rundschau" geschrieben: "Wichtig ist uns festzuhalten, dass unser Vorgehen geltendem Recht entspricht." Eine Anfrage von AWP zu dem Beitrag wurde bislang von Novartis noch nicht beantwortet.

(AWP)

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