Waadtländer Kantonalbank - BCV verdient weniger - stabile Dividende

Die Banque Cantonale Vaudoise (BCV) hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 weniger Ertrag und Gewinn erzielt. Den Aktionären soll gleichwohl eine unveränderte Dividende ausgezahlt werden.
16.02.2017 07:04
Ufer des Genfersees in Lausanne, Hauptstadt des Kantons Waadt.
Ufer des Genfersees in Lausanne, Hauptstadt des Kantons Waadt.
Bild: cash

(Meldung um weitere Details ergänzt, insbesondere Ausblick) - Die Banque Cantonale Vaudoise (BCV) hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 weniger Ertrag und Gewinn erzielt. Den Aktionären soll gleichwohl eine unveränderte Dividende ausgezahlt werden. Im laufenden Jahr 2017 wird mit ähnlichen Geschäftstrends wie im Vorjahr gerechnet.

Der Reingewinn nahm um 8% auf 309,6 Mio CHF ab, wie das Waadtländer Staatsinstitut am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr hätten hier ausserordentliche Erträge zum Erfolg beigetragen, schreibt die zweitgrösste Kantonalbank. Der Geschäftserfolg kam bei 383,4 Mio CHF zu liegen (-4%).

Der Nettoerfolg aus dem wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsgeschäft, sank um 3% auf 477,8 Mio CHF und der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft entwickelte sich ebenfalls rückläufig (-7% auf 307,9 Mio CHF). Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft ging um 7% auf 139,2 Mio CHF zurück.

Der Geschäftsertrag kam insgesamt bei 967,1 Mio CHF und damit 6% unter dem Vorjahr zu liegen. Dies wird mit den negativen Zinsen, den flauen Finanzmärkte und der Fokussierung auf eine begrenzte Anzahl Länder im grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsgeschäft erklärt. Diesem steht ein 1% tieferer Geschäftsaufwand von 508,7 Mio gegenüber.

Analysten-Schätzungen teilweise verfehlt

Die verwalteten Vermögen nahmen um 3% auf 85,4 Mrd CHF ab, die Bilanzsumme um 2% auf 44,1 Mrd CHF zu.

Mit den vorgelegten Zahlen hat die Bank die Analysten-Schätzungen beim Geschäftsertrag verfehlt, beim Geschäftserfolg und Reingewinn gut getroffen.

Der geringere Geschäftsertrag sei auf die negativen Zinsen, die flauen Finanzmärkte und die Fokussierung auf eine begrenzte Anzahl Länder im grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsgeschäft zurückzuführen, schreibt die BCV weiter. Die gute Kostenkontrolle sowie der Rückgang der Abschreibungen und sonstiger Rückstellungen habe positiv auf den Geschäftserfolg gewirkt.

Den Aktionären soll eine unveränderte Ausschüttung von 33 CHF je Anteil bezahlt werden. Diese setzt sich wie im Vorjahr aus einer ordentlichen Dividende von 23 CHF und einer Auszahlung von 10 CHF aus der Kapitaleinlagereserve zusammen.

Die Bank setze sich zum Ziel, die gute Wachstumsdynamik in den verschiedenen Geschäftsbereichen der Bank zu bewahren und die internen Abläufe weiter zu verbessern.

Ausblick auf Niveau der Vorjahre

Für 2017 werden ähnliche Geschäftstrends wie im Vorjahr erwartet was den Ertrag unter Druck bringen dürfte. Auf der Kostenseite werde man die risorose Kontrolle der Betriebsausgaben fortsetzen. Geschäftsertrag und Geschäftserfolg werden auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren erwartet, heisst es weiter.

Als längerfristiges Ziel nennt die BCV eine Eigenkapitalrendite (ROE) von 12-13%. Das Kosten- Ertrags-Verhältnis (Cost-Income-Ratio) soll 57-59% betragen und die Kernkapitalquote (CET1) 13%. Diese Zielgrössen würden den Rahmen für die kommenden Jahre festlegen. Als Dividendenziel wird eine ordentliche Ausschüttung von 22 bis 27 CHF genannt sowie zusätzlich eine Ausschüttung aus der Kapitaleinlagereserve in Höhe von 10 CHF.

(AWP)