Währungen und Devisen - Euro setzt Klettertour gegenüber Dollar und Franken fort

Der Euro hat am Donnerstag im frühen Handel seine Klettertour fortgesetzt und ist erstmals seit einem Jahr über 1,14 US-Dollar gestiegen. Auch gegenüber dem Franken legt die Gemeinschaftswährung zu.
29.06.2017 08:24
Die Aussicht auf eine weniger lockere Geldpolitik stärken den Euro.
Die Aussicht auf eine weniger lockere Geldpolitik stärken den Euro.
Bild: ZVG

Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1419 Dollar. Das war der höchste Stand seit der Marktreaktion auf das Brexit-Votum vor gut zwölf Monaten. Aktuell liegt der Euro bei 1,1404 Dollar.

Zum Franken kann sich der Euro weiterhin über der Marke von 1,09 halten und notiert bei 1,0925 CHF nur knapp unter seinem bisherigen Tageshoch bei 1,0929 CHF. Im Gegenzug tendiert der US-Dollar etwas schwächer und notiert mit 0,9579 CHF weiterhin so tief wie zuletzt im August 2016.

Seit Dienstagmorgen hat der Euro zum Dollar inzwischen über zwei Cent zugelegt. Auslöser waren Äusserungen von EZB-Präsident Mario Draghi, die nach Einschätzung vieler Anleger auf eine weniger lockere Geldpolitik schliessen lassen. Draghi gab sich zuversichtlich für das Wirtschaftswachstum im Euroraum und - wenn auch in geringerem Ausmass - für die Inflationsentwicklung.

Eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Mittwochnachmittag, wonach Draghis Äusserungen aus Sicht der EZB missverstanden worden sind und die Marktreaktionen übertrieben waren, konnte den Euro nur vorübergehend belasten. Die heftige Marktreaktion auf Draghis Worte zeige, wie vorsichtig die EZB ihren Kurswechsel durchführen müsse, sagte Joachim Fels, Berater beim Vermögensverwalter Pimco.

(AWP)