Wall Street findet in die Gewinnzone zurück

Überraschend starke Daten vom US-Arbeitsmarkt und ein kräftiger Ölpreis-Anstieg haben der Wall Street am Mittwoch zu Kursgewinnen verholfen.
03.08.2016 22:45
Endlich - der Ölpreis steigt: Rohstofhändler in New York am Mittwoch.
Endlich - der Ölpreis steigt: Rohstofhändler in New York am Mittwoch.
Bild: Bloomberg

Dem Arbeitsvermittler ADP zufolge schuf der US-Privatsektor im Juli 179'000 Stellen, womit eine Zinserhöhung in diesem Jahr näher rückt. Das half den Aktien von Banken, die durch die jahrelange Niedrigzinspolitik unter Druck sind. Die offiziellen Arbeitsmarktdaten werden am Freitag erwartet.

Der Dow-Jones-Index ging mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 18'355 Punkte aus dem Handel. Der breiter aufgestellte S&P 500 stieg um 0,3 Prozent auf 2163 Zähler. Der Nasdaq-Index kletterte um 0,4 Prozent auf 5159 Stellen.

Der Ölpreis stieg um fast 4 Prozent auf 41,08 Dollar je Fass (159 Liter). Zwar waren nach Angaben des US-Energieministeriums die Rohölbestände in der vergangenen Woche gestiegen, doch gingen die Benzinbestände überraschend zurück. Von dem steigenden Ölpreis profitierten Energiekonzerne wie Chevron, deren Aktien 1 Prozent zulegten.

Bei den Einzeltiteln standen Aktien von Time Warner mit Mittelpunkt. Der Gewinnrückgang des Medienkonzerns fiel geringer als von Anlegern befürchtet aus. Die Aktie stieg um 2,7 Prozent.

Gesuchte Versicherertitel

Ein starkes Neugeschäft und gesunkene Kosten bescherten dem grössten US-Versicherer American International Group ein Gewinnplus und trieben so den Kurs um mehr als 7 Prozent in die Höhe.

Bei den Finanztiteln konnte vor allem die Bank of America von der guten Stimmung profitieren. Ihre Papiere stiegen um 2,5 Prozent, während es bei J.P. Morgan Chase 1,6 Prozent und Goldman Sachs 1,5 Prozent waren.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 900 Millionen Aktien den Besitzer. 2015 Werte legten zu, 964 gaben nach, und 114 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,87 Milliarden Aktien 1862 im Plus, 972 im Minus und 143 unverändert.

Am Anleihenmarkt hielten sich Anleger vor Veröffentlichung der offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag zurück. Die zehnjährigen US-Staatspapiere sanken um 2/32 auf 100-23/32. Die Rendite lag bei 1,548 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gingen um 7/32 auf 104-12/32 zurück und rentierten mit 2,296 Prozent.

(Reuters)