Wall Street: S&P taucht neunten Tag in Folge

Die US-Börsen haben die Woche mit einem Minus beendet. Die Wall Street stand am Freitag weiter im Bann der Präsidentenwahl.
04.11.2016 21:45
Die Spannung vor der US-Präsidentschaftswahl steigt: Börsenhändler an der Wall Street am Freitag.
Die Spannung vor der US-Präsidentschaftswahl steigt: Börsenhändler an der Wall Street am Freitag.
Bild: Bloomberg

Der Republikaner Donald Trump hat in Umfragen den Rückstand auf seine Rivalin Hillary Clinton von den Demokraten auf nur noch wenige Prozentpunkte verringert. Trump gilt wegen seiner Unberechenbarkeit als Börsenschreck, Clinton dagegen als Garantin für Kontinuität. Solide Zahlen vom Arbeitsmarkt stützten die Kurse etwas, sagten Händler.

Die wichtigsten Indizes fielen alle um 0,2 Prozent: Der Dow-Jones-Index auf 17'888 Punkte, der breiter gefasste S&P 500 auf 2085 Stellen und der Index der Technologiebörse Nasdaq auf 5046 Zähler. Für den S&P war es der neunte Rückgang in Folge, die längste derartige Serie seit Dezember 1980. Auch auf Wochensicht blieb die Bilanz negativ: Der Dow verlor 1,5 Prozent, der S&P 1,9 und die Nasdaq 2,8 Prozent.

Der Boom am US-Arbeitsmarkt hielt auch im Oktober an. Private Firmen und der Staat schufen insgesamt 161'000 Stellen. Die Erwerbslosenquote fiel um einen Tick auf 4,9 Prozent. Damit ist praktisch Vollbeschäftigung erreicht - eines der erklärten Ziele der US-Notenbank. Diese dürfte nun im Dezember erstmals seit einem Jahr den Leitzins anheben.

GoPro-Aktie stürzt nach schlechten Prognosen ab

Starbucks-Aktien stiegen um knapp 2 Prozent. Das abgelaufene Quartal lief besser als erwartet.

Um 6,5 Prozent sackten indes Papiere von GoPro ab. Der Hersteller von Actionkameras, etwa für Fallschirmspringer und Surfer, hat Anleger mit seiner Prognose verschreckt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 917 Millionen Aktien den Besitzer. 1514 Werte legten zu, 1428 gaben nach und 150 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von etwa zwei Milliarden Aktien 1440 Werte im Plus, 1327 im Minus und 242 unverändert.

Die zehnjährigen Papiere stiegen um 10/32 auf 97-18/32. Sie rentierten mit 1,77 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen um 25/32 auf 93-18/32 und hatten eine Rendite von 2,56 Prozent.

(Reuters)