Wall Street tritt auf der Stelle

Kurz vor Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten haben sich die Anleger an der Wall Street am Donnerstag zurückgehalten. Der Dow-Jones-Index bewegte sich kaum vom Fleck.
04.08.2016 22:40
An der Wall Street bewegte sich am Donnerstag wenig.
An der Wall Street bewegte sich am Donnerstag wenig.
Bild: freeimages.com

Marktexperte Tony Bedikian von der Citizens Bank sagte, manche Investoren nähmen wohl ein paar "Spielchips vom Tisch". Die Arbeitsmarktdaten werden mit Spannung erwartet, weil sich viele Investoren am Freitag Aufschluss über weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank erwarten. Nach Bedikians Einschätzung benötigen die Währungshüter noch einmal starke Jobdaten, um die Zinsen erhöhen zu können.

Der Dow Jones trat auf der Stelle und ging mit 18'352 Punkten aus dem Handel. Der S&P 500 lag bei 2164 Stellen. Der Nasdaq-Index verzeichnete ein Plus 0,1 Prozent auf 5166 Zähler. In London ging die Börse um 1,6 Prozent nach oben, weil sich Anleger über die Zinssenkung der britischen Notenbank freuten. Die Entscheidung schickte das Pfund auf Talfahrt: Im Vergleich zum Dollar verbilligte sich die Währung um 1,5 Prozent.

In New York schockierte der Versicherungskonzern MetLife die Anleger mit einem Gewinnrückgang. Die Aktie gab um knapp 9 Prozent nach.

Für den Frühstücksflocken-Anbieter Kellogg dagegen ging es um 1,7 Prozent nach oben. Die Sparmassnahmen des Unternehmens greifen überraschend deutlich, so in diesem Jahr mit einem höheren Gewinn als bisher gerechnet wird.

Übernahmekandidat Monsanto gesucht

Auch Aktien von Monsanto waren gefragt. Einem Bloomberg-Bericht zufolge erwägt Bayer, mehr Geld für den Agrarkonzern zu bieten. Die Anteilsscheine des US-Unternehmens legten um 2 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 1664 Werte legten zu, 1273 gaben nach, und 165 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,85 Milliarden Aktien 1447 im Plus, 1368 im Minus und 170 unverändert.

US-Staatsanleihen waren bei den Anlegern gefragt. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 10/32 auf 101-2/32 und hatten eine Rendite von 1,51 Prozent. Die 30-jährigen Bonds legten um 24/32 auf 105-7/32 zu und rentierten mit 2,26 Prozent.

(Reuters)