Wallstreet - Gewinnmitnahmen drücken US-Börsen zum Auftakt ins Minus

Gewinnmitnahmen haben die US-Börsen zum Wochenschluss belastet. Viele Investoren sicherten sich ihr Kursaufschläge nach dem stärksten Jahresauftakt seit vier Jahren.
31.03.2017 15:43
Blick auf die Börse an der Wall Street in New York.
Blick auf die Börse an der Wall Street in New York.
Bild: Pixabay

"Bis jetzt hat der Markt sich elegant auf unbekanntem Gebiet bewegt", sagte Adam Sarhan, Chef vom Finanzhaus 50 Park Investments. "Es ist völlig normal, dass man am letzten Tag eines Quartals Gewinnmitnahmen sieht. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 20.690 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,1 Prozent auf 2364 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 5905 Stellen.

Bei den Einzelwerten gaben die Aktien des Chemiekonzerns DuPont 0,7 Prozent nach. Die Mega-Fusion mit dem heimischen Rivalen Dow Chemical verzögert sich, mit einem Abschluss wird nun zwischen dem 1. August und dem 1. September gerechnet. Um die Zustimmung der EU-Kommission zu dem Zusammenschluss zu erhalten, tauscht das Unternehmen zudem einige Geschäftsbereiche mit dem heimischen Rivalen FMC. In dem Zug erhält DuPont einen Ausgleich von 1,6 Milliarden Dollar.

Hoffen auf Trump

Die Hoffnungen auf Konjunkturpakete des neuen US-Präsidenten Donald Trump haben die Kurse beflügelt, dazu kam eine Reihe guter Wirtschaftsdaten. Die Anleger dürften demnächst aber verstärkt die Geschäftergebnisse der Unternehmen in den Blick nehmen, um zu sehen, ob die hohen Bewertungen vieler Aktien gerechtfertigt sind. Zudem legt die Inflation zu, was auch bei der US-Notenbank Fed für Aufsehen sorgen dürfte. Der Präsident der New Yorker Fed, William Dudley, sagte am Donnerstag, es sei angemessen, die Geldpolitik zu straffen, um eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden. Es wird damit gerechnet, dass die Fed nach ihrer Zinserhöhung im März zwei weitere Schritte bis Jahresende unternimmt.

(Reuters)