Wechsel an der Firmenspitze - PSP verdient 2016 mehr und bezahlt mehr Dividende

Das Immobilienunternehmen PSP Swiss Property hat im Geschäftsjahr 2016 unter anderem dank dem Verkauf von Eigentumswohnungen um Bewertungseffekte bereinigt mehr verdient und schüttet eine höhere Dividende aus.
07.03.2017 06:50
Eine Immobilie von PSP in Lausanne.
Eine Immobilie von PSP in Lausanne.
Bild: ZVG

An der kommenden Generalversammlung soll derweil CEO Luciano Gabriel das Präsidium übernehmen. Der Liegenschaftsertrag nahm im Berichtsjahr um 0,5% auf 276,3 Mio CHF zu, wie es in einer Meldung vom Montagabend heisst. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA kam unter Ausklammerung der Liegenschaftserfolge bei 241,6 Mio CHF zu liegen (VJ 232,7 Mio); der entsprechende Reingewinn stieg um 7,0% auf 172,5 Mio.

Verkauf von Eigentumswohnungen

Als Hauptgrund für die Ergebnisverbesserung gibt PSP den Verkauf von Eigentumswohnungen beim "Salmenpark" in Rheinfelden und beim Wohnturm "Black" auf dem Zürcher Löwenbräu-Areal. Der Ertrag aus dem Eigentumswohnungsverkauf erhöhte sich auf 14,2 Mio nach 11,0 Mio im Vorjahr.

Mit den Bewertungseffekten belief sich der Reingewinn lediglich noch auf 134,9 Mio CHF (VJ 187,7 Mio). Die auf dem Liegenschaftsportfolio vorgenommenen Abwertungen werden mit 50,2 Mio angegeben; im Vorjahr wurde das Portfolio um 33,8 Mio aufgewertet.

Ein Grossteil der 2016 bilanzierten Abwertungen, also 42,4 Mio CHF, seien auf das Konto der Projektentwicklungen gegangen, in erster Linie auf ein Projekt in Genf und mehrere Renovationen in Zürich und Basel, heisst es weiter.

Höhere Dividende

Pro Aktie ergibt sich ein Gewinn von 2,94 CHF nach 4,09 CHF und ohne die Bewertungseffekte beläuft sich der Überschuss auf 3,76 CHF nach zuvor 3,52 CHF. Gemäss Antrag des Verwaltungsrates sollen davon 3,35 CHF je Anteilsschein ausgeschüttet werden, nach 3,30 CHF im vergangenen Jahr.

Das Eigenkapital bewegte sich per Ende 2016 auf soliden 3,87 Mrd CHF, was einer Eigenkapitalquote von 54,9% (57,0%) entspricht. Und bis 2019 würden auch keine grösseren zugesicherten Bankkredite fällig.

Ende 2016 umfasste das Immobilienportfolio von PSP 161 Büro- und Geschäftshäuser sowie vier Entwicklungsareale und sechs Einzelprojekte. Der gesamte Bilanzwert des Portfolios wird mit 6,89 Mrd CHF angegeben, wobei während des Jahres für 145 Mio ein Bürohaus in Zürich-West und zwei kleinere Objekte in Freiburg und Zurzach für insgesamt 12,9 Mio erworben wurden.

Der durchschnittliche Leerstand kam am Bilanzstichtag nach Umklassifizierungen wegen Renovationsvorhaben von Anlage- in Entwicklungsliegenschaften bei 9,3% zu liegen. Dies nach 9,4% per Ende September 2016 und 8,5% per Ende 2015.

Marktumfeld bleibt anspruchsvoll

Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet PSP mit einem EBITDA vor Bewertungseffekten im Umfang von 225 Mio CHF. Der erwartete Rückgang komme infolge tieferer prognostizierter Erträge aus dem Verkauf von Eigentumswohnungen zustande, begründet die Gesellschaft. Ferner dürfte der Liegenschaftsertrag wegen Renovationsarbeiten leicht sinken.

Insgesamt wird mit Blick auf die anhaltend tiefen Zinsen mit einer nach wie vor guten Nachfrage der Investoren für den Kauf von Geschäftsliegenschaften an guten Lagen gerechnet. In Sachen Zukäufe werde sich PSP selber weiter in Zurückhaltung üben, da der Markt für Büro- und Verkaufsflächen anspruchsvoll bleibe.

Balzarini wird CEO

Derweil stellt sich Verwaltungsratspräsident Günther Gose an der Generalversammlung vom 5. April nicht mehr zur Wiederwahl. Ihn soll der heutige CEO und VR-Delegierte Luciano Gabriel ersetzen. Gose war 17 Jahre lang Teil des VR.

Als CEO-Nachfolger ist indessen Finanzchef Giacomo Balzarini ernannt worden. Balzarini werde ab Anfang April sowohl als CEO als auch als CFO amten. Der neue operative Chef (COO) heisst ab dann Martin Heggli. Er ist seit 2005 fürs Controlling bei PSP verantwortlich.

(AWP)