Wechselkurse - Ist der Euro-Dollar-Kurs bald bei Parität?

Euro und US-Dollar werden sich im Laufe des Jahres auf die Parität zubewegen. Das meint Torsten Slok, Chief International Economist der Deutschen Bank. Er begründet dies mit der stärkeren US-Konjunktur.
15.04.2017 09:37
Der US-Dollar bleibt beliebt.
Der US-Dollar bleibt beliebt.
Bild: ZVG

„Wir erwarten, dass die US-Wirtschaft in den nächsten Jahren weiter in der Spanne von zwei bis drei Prozent wachsen wird. Vor allem sehen wir keine Anzeichen für eine Rezession in den kommenden zwei bis drei Jahren“, erklärt er gegenüber Bloomberg.

Slok weist darauf hin, dass die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump ein „wichtiger Unsicherheitsfaktor“ in der Prognose von Deutschlands grösster Bank bleibt. Trump hatte Investitionen in die US-Infrastruktur, weniger Regulierung und eine Steuerreform in Aussicht gestellt. 

„Die Märkte warten begierig auf mehr Klarheit dazu, welche Massnahmen möglicherweise umgesetzt werden“, sagt Slok.

Er verweist darüber hinaus darauf, dass die US-Finanzmärkte die Wahlen in Europa genau beobachten, unter anderem jene in Deutschland im Herbst. Zunächst indes steht die Wahl in Frankreich im Vordergrund.

Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen führt dort einen Euro-skeptischen Wahlkampf auf Basis des Brexit. In Umfragen ist sie im Spitzenfeld zu finden.

Slok: „Der Ausgang der Wahlen in Frankreich kann wichtige Konsequenzen für die Zukunft von Europa und daher auch für den deutschen Aktienmarkt haben".

(Bloomberg)