Wegen Brexit - Neue Rekorde für Frankfurts Büroimmobilienmarkt

Nachfrage und Spitzenmieten bei Büroimmobilien in Frankfurt erreichen neue Rekordhöhen.
04.11.2017 06:36
Skyline von Frankfurt.
Skyline von Frankfurt.
Bild: pixabay.com

Das zeigen Analysen der führenden Immobilienunternehmen und -investoren, die von Frankfurt Main Finance zusammengestellt wurden. Gleichzeitig ist der Leerstand so gering wie seit Jahren nicht mehr.

Fast 16 Monate nach dem Brexit-Referendum spiegelt die Entwicklung des Frankfurter Büromarktes klar die Beliebtheit des Finanzplatzes unter Banken, die Grossbritannien verlassen oder zumindest wichtige Teile der Geschäftstätigkeit an den Main verlagern, schreibt die Lobbygruppe in einer Mitteilung per E-Mail. 

In den nächsten vier Jahren erwartet die Marketingorganisation die Verlagerung von 10'000 Arbeitsplätzen von London nach Frankfurt. Zahlreiche Bauprojekte werden die damit einhergehende Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen decken. Die steigende Nachfrage stärkt das Investorenvertrauen: Analysten berichten von einem bemerkenswerten Anstieg des Transaktionsvolumens im Vergleich zu 2016. Unternehmen sind ausserdem auf der Suche nach grösseren zusammenhängenden Büroflächen von mehr als 10.000 qm2, um die Geschäfts- und Personalverlagerung stemmen zu können. 

Trotz zunehmender Nachfrage und steigender Höchstmieten bleibt der Finanzplatz Frankfurt im Vergleich zu anderen europäischen Finanzzentren preisgünstig, schreibt Frankfurt Main Finance. Der Zustrom in die Stadt könnte nur durch einen Mangel an verfügbaren Wohnungen eingeschränkt werden, erklärte Andreas Trump von Savills Investment Management in der Mitteilung der Lobbygruppe. Morgan Stanley hat Frankfurt nach dem Brexit für sein neues Handelszentrum in der Europäischen Union ausgewählt, wie Personen, die mit der Entscheidung vertraut sind, früher im Jahr sagten.

(Bloomberg)