Wegen überhöhter Preise - Nestlé droht Boykott europäischer Detailhändler

Der Streit des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé mit verschiedenen europäischen Detailhändlern über die Höhe der Produktepreise ist offenbar eskaliert.
18.02.2018 17:02
Mark Schneider, CEO con Nestlé.
Mark Schneider, CEO con Nestlé.
Bild: ZVG

So wolle die europäische Händlerallianz Agecore mit einem Bestellstopp für Nestlé-Produkte bessere Konditionen erzwingen, berichtet die "Handelszeitung" am Samstag. Zum Einkaufsbündnis zählen neben dem Schweizer Detailhändler Coop auch Edeka aus Deutschland und Intermarché aus Frankreich.

"Wir haben einen Bestellstopp auf über 150 Artikel veranlasst", lässt sich Coop-Sprecher Urs Meier von der "Handelszeitung" zitieren. Der Bestellstopp gelte seit dieser Woche für alle gekühlten Thomy-Salatsaucen. Am Montag sollen Cailler Perles, Nescafé Azera und Buitoni La Fina folgen. Coop verlange von Nestlé "faire Einkaufspreise zu partnerschaftlichen Konditionen".

Laut einem Artikel der "Lebensmittel-Zeitung" (online) hat in Deutschland ausserdem Edeka seinen 4000 selbstständigen Einzelhändlern bereits eine fünfseitige Liste mit 163 Nestlé-Produkten geschickt, die nach und nach aus dem Sortiment genommen werden sollen.

Bei Nestlé war am Sonntag für eine Stellungsnahme bislang noch niemand erreichbar.

(AWP)