Weko büsst verschiedene Banken wegen Absprachen bei Referenzzinssätzen

Seit 2012 hat die Wettbewerbskommission Banken-Absprachen bei Referenzzinssätzen untersucht. Nun hat sie gegen Schweizer und ausländische Banken Sanktionen verhängt.
21.12.2016 08:22
Blick auf das abendliche Stadt- und Finanzzentrum von Zürich.
Blick auf das abendliche Stadt- und Finanzzentrum von Zürich.
Bild: youtube

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat verschiedene Schweizer und internationale Banken mit Sanktionen von insgesamt 99,1 Mio CHF für Kartellabreden bei der Festlegung von Referenzzinssätzen belegt. Dies sei das Ergebnis der sieben ersten Verfügungen in den sogenannten "IBOR-Verfahren", teilte die Behörde am Mittwoch mit.

Die fünf Untersuchungen der Weko betreffen den Schweizer-Franken-Libor (insgesamt Bussen von 34 Mio CHF), die auf Schweizer Franken-Zinsderivate berechneten Geld-Brief-Spannen (5,4 Mio), den EURIBOR (45,3 Mio), den Yen-LIBOR sowie Euroyen-TIBOR (zusammen 14,4 Mio).

Erstere beide Verfahren sind mit der heutigen Verfügung abgeschlossen, so die WEKO weiter. Die Verfahren EURIBOR und Yen LIBOR/Euroyen-TIBOR liefen gegen die Parteien weiter, welche keine einvernehmliche Regelung unterzeichnet hätten. Im Yen-TIBOR sei das Verfahren derweil gegenüber allen Parteien eingestellt worden. Drei der fünf Verfahren seien damit abgeschlossen.

Die Weko hatte die Untersuchungen am 2. Februar 2012 eingeleitet. Seither habe man über 9 Millionen Seiten elektronische und telefonische Kommunikation ausgewertet. In die IBOR-Verfahren waren laut Weko gesamthaft 16 Banken und 5 Broker involviert.

(AWP)