Weltgrösster Rückversicherer - Munich Re will trotz Gewinneinbruch mehr Dividende zahlen

Ein anhaltender Preiskampf und die Sanierung seiner Tochter Ergo haben dem weltgrössten Rückversicherer Munich Re im abgelaufenen Jahr einen Gewinneinbruch eingebrockt.
07.02.2017 07:51
Hauptsitz der Münchener Rück, dem grössten Rückversicherer der Welt.
Hauptsitz der Münchener Rück, dem grössten Rückversicherer der Welt.
Bild: cash

Unter dem Strich stand ein Überschuss von 2,6 Milliarden Euro und damit etwa 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern am Dienstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Das war noch weniger als von Analysten erwartet. Die Dividende soll dennoch von zuletzt 8,25 auf 8,60 Euro je Aktie steigen und damit höher ausfallen als von Experten vorausgesagt.

Die Schäden durch Hurrikan "Matthew" und das Erdbeben in Neuseeland hätten im vierten Quartal zusammen mit fast einer halben Milliarde Euro zu Buche geschlagen, hiess es. Auch im Gesamtjahr seien die Grossschäden deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr.

Bei der wichtigen Vertragserneuerung im Schaden- und Unfallgeschäft Anfang 2017 konnte die Munich Re den seit Jahren grassierenden Preisrückgang auf ein halbes Prozent eindämmen. Dabei verzichtete der Konzern auf unrentable Verträge. Das zum 1. Januar gezeichnete Geschäftsvolumen ging dadurch um 4,9 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro zurück./stw/fbr

(AWP)