Weltumspannender Logistiker - Aktien von Kühne+Nagel geben nach Downgrade nach

Die Aktien von Kühne+Nagel notieren im frühen Handel tiefer. Der Broker MainFirst hat die Titel des Transportunternehmens auf «neutral» abgestuft.
18.09.2019 10:52
Kühne+Nagel-Hauptsitz in Schindellegi.
Kühne+Nagel-Hauptsitz in Schindellegi.
Bild: ZVG

Bis um 10.30 Uhr verlieren die Kühne-Titel am Mittwoch 2,4 Prozent auf 147,65 Franken. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI notiert derweil leicht im Plus.

Die Analysten sehen nur mehr geringes Aufwärtspotenzial für die Titel. Gemäss MainFirst hat die Logistik-Branche noch immer mit verstärktem Gegenwind zu kämpfen. Und die unternehmensspezifischen Margen-Treiber von Kühne+Nagel dürften den Analysten zufolge nur langsam ihre Wirkung entfalten. Gleichzeitig habe die Konkurrenz in Sachen Volumen und IT-Funktionalität zu Kühne aufgeschlossen.

Zudem hätten die Aktien des Transport- und Logistikunternehmens nun ein Niveau erreicht, dass nur noch wenig Raum nach oben lasse. Entsprechend nähmen sie einen vorsichtigeren Stand gegenüber den Titeln ein, so die Analysten. Sie senken das Rating auf "Neutral" von bisher "Overweight".

Negative Überraschungen möglich

Kühne+Nagel bleibe in ihren Augen aber ein Qualitäts-Unternehmen, welches weiter Marktanteile gewinne, heisst es weiter. Dazu komme eine höhere Konstanz bei der Kostenkontrolle und der Cash-Generierung. Und dennoch bestehe nun sogar das Risiko, dass es über 2020 hinaus zu negativen Überraschungen kommen könnte.

Denn da das Wachstum in der Luftfracht nach wie vor stark negativ sei und der Margen-Druck zunehmen dürfte, sei das Unternehmen weitgehend von Selbsthilfe-Massnahmen abhängig, um die Gewinne weiter zu steigern. Aus heutiger Sicht werden gemäss MainFirst die Fortschritte bei der Produktivität bis 2020 aber nur allmählich einsetzen und überwiegend aus der Kontraktlogistik stammen.

Damit hingen die Ziele bis 2022 stark von weiteren Implementierung der sogenannten E-Touch-Lösungen ab, so die Analysten weiter. Unter dem Strich senken sie ihre EPS-Schätzungen für die Jahre 2019 bis 2021 um 2, 3 und 4 Prozent.

(AWP)