Wenig Bewegung an der Wall Street

An den US-Börsen haben die Anleger am Freitag verhalten auf die jüngsten Arbeitsmarktdaten für November reagiert.
02.12.2016 22:35
Trrotz guter Konjunkturdaten wenig Enthusiasmus: Händler an der Wall Street am Freitag.
Trrotz guter Konjunkturdaten wenig Enthusiasmus: Händler an der Wall Street am Freitag.
Bild: Bloomberg

Zwar fielen die Daten teils besser als erwartet aus. Doch machten einige Anleger vor allem bei den Finanzwerten Kasse, die besonders von der Aussicht auf weniger Regularien nach der Wahl von Donald Trump zum künftigen US-Präsidenten profitiert hatten.

Insgesamt kamen die grossen Indizes somit kaum vom Fleck: Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent tiefer auf 19'170 Punkten. Der S&P 500 trat bei 2191 Punkten in etwa auf der Stelle, der Nasdaq-Composite rückte um 0,1 Prozent auf 5255 Punkte vor. Im Wochenvergleich ergab sich für den Dow ein Plus von 0,1 Prozent, für den S&P ein Minus von 1 Prozent und den Nasdaq-Index sogar ein Abschlag von 2,7 Prozent.

Im November waren in den USA ausserhalb der Landwirtschaft mit 178'000 etwas mehr Stellen als mit 175'000 erwartet geschaffen worden. Zugleich fiel die Arbeitslosenquote überraschend mit 4,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als neun Jahren. Damit dürfte der Weg für die erste Zinserhöhung seit einem Jahr frei sein. Die Belebung des Arbeitsmarktes setze sich fort, erklärte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. "Eine Zinserhöhung seitens der Fed in diesem Monat gilt als ausgemacht und die Zahlen untermauern dies auch." Die Fed hält den Schlüsselsatz seit 2015 in einer Spanne von 0,25 bis 0,5 Prozent.

Chefwechsel bei Starbucks kommt bei Anlegern schlecht an

Auf den Verkaufszetteln in New York standen vor allem Bankenwerte, allen voran die Aktien von Goldman Sachs, die 1,4 Prozent verloren. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen, nachdem die Finanztitel zuletzt kräftig gewonnen hatten.

Zudem missfiel den Anlegern der Chefwechsel an der Spitze von Starbucks: Die Aktien verloren mehr als 2 Prozent. Nachfolger von Howard Schultz wird nach Firmenangaben der bisher fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Kevin Johnson, der zuvor vor allem in der High-Tech-Branche tätig war und daher laut Börsianern möglicherweise zu wenig Erfahrung im Detailhandel mitbringt.

Ebenfalls auf Talfahrt gingen Smith & Wesson. Nordamerikas grösster Hersteller von Handfeuerwaffen enttäuschte die Anleger mit seinem Quartalsausblick. Die Aktien fielen um rund 12 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 910 Millionrn Aktien den Besitzer. 1621 Werte legten zu, 1333 gaben nach und 132 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,83 Milliarden Aktien 1447 im Plus, 1379 im Minus und 208 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 13/32 auf 96-17/32. Die Rendite sank auf 2,3922 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 16/32 auf 96-7/32 und rentierte mit 3,0681 Prozent.

(Reuters)