Wenig Impulse am Schweizer Aktienmarkt

Der SMI steht am Mittwoch im frühen Handel unverändert bei 8254 Punkten.
28.12.2016 10:49
Ein Uhrmacher aus dem Richemont-Konzern arbeitet an einem Uhrwerk. Die Uhren-Aktien sind am Mittwoch gesucht.
Ein Uhrmacher aus dem Richemont-Konzern arbeitet an einem Uhrwerk. Die Uhren-Aktien sind am Mittwoch gesucht.
Bild: Bloomberg

Der Schweizer Leitindex liegt im am Freitag zu Ende gehenden Börsenjahr 6,3% im Minus, nachdem der Schweizer Leitindex bereits 2015 knapp 2% verloren hat. 

Auch am zweiten Tag der verkürzten Woche nach Weihnachten zeichnet sich ein extrem ruhiger Handel ab. Die Vorgaben aus Übersee präsentieren sich zur Wochenmitte ohne starke Richtung. Die Rekordfahrt an den US-Börsen hat sich am Vortag zwar fortgesetzt: Gestützt durch positive Konjunkturdaten und steigende Ölpreise erreichten die Nasdaq-Indizes am Dienstag neue Höchststände. Dagegen wagte der Leitindex Dow Jones Industrial weiterhin nicht den Sprung über die 20'000-Punkte-Marke, und im Vergleich zum Europa-Schluss ging er letztendlich leicht tiefer aus dem Handel. In Asien tendierten die Börsen derweil uneinheitlich - allerdings ohne grössere Ausschläge.

Die beste Aktie im SMI am Mittwoch ist Richemont. Sie legt 0,5% zu. Auf Jahressicht resultiert allerdings immer noch ein Minus von 7%. Swatch steigen am Mittwoch 0,2%. Seit Januar haben die Aktien 10% verloren.

Credit Suisse (+0,13%) tendieren im Rahmen des Gesamtmarkt. Nach der Grundsatzeinigung im US-Hypothekenstreit vom vergangenen Freitag hat Moody's im Nachgang das Rating bestätigt. Mit der Übereinkunft reduzierten sich die Rechtsrisiken, und die Konzernführung könne sich auf die Strategie konzentrieren, heisst es. Die CS muss eine Busse in Höhe von 2,48 Mrd USD zu zahlen sowie Entschädigungen an Kreditnehmer von 2,8 Mrd USD innerhalb von fünf Jahren. Die aktie von UBS legt 0,2% zu.

Banken mit gutem Lauf

Die Bankenwerte insgesamt hatten in den vergangenen Monaten einen guten Lauf und haben - unter anderem seit der Wahl von Donald Trump als US-Präsident - kräftig zugelegt. Auf Jahressicht bleiben sie aber nach wie vor mit die grössten Verlierer.

Zudem sind einzig Actelion (unv.) womöglich 2016 noch für eine Überraschung gut. Im Zuge der seit Wochen andauernden Übernahmespekulationen hatten gewisse Marktteilnehmer noch vor Jahresende News zur Zukunft des Schweizer Biotech-Unternehmens erwartet. Wie eine Transaktion konkret allenfalls aussehen könnte, ist allerdings völlig unklar, heisst es unter Händlern. Letzter offizieller Stand der Dinge: Actelion befindet sich derzeit mit dem US-Konzern Johnson&Johnson in exklusiven Gesprächen.

Am breiten Markt wird der Handel von Accu Holding ab dem 3. Januar 2017 bis auf Weiteres vom Handel ausgesetzt. Die SIX Exchange Regulation habe festgestellt, dass das Unternehmen nicht mehr in der Lage ist, die Aufrechterhaltungspflichten zu erfüllen, heisst es.

Die Aktien des Beteiligungsunternehmens Norinvest Holding werden indes Ende April aus Kostengründen dekotiert. Dies auch in Anbetracht eines geringen Freefloat sowie Handelsvolumens.

(AWP)