Weniger Bestellungen - Starrag erzielt mehr Umsatz und Gewinn

Der Werkzeugmaschinen-Hersteller Starrag hat im ersten Halbjahr deutlich weniger Aufträge erhalten aber auch klar mehr Umsatz erzielt, dies bei markant höherem Gewinn.
27.07.2017 07:10
Starrag bestätigt die Prognosen.
Starrag bestätigt die Prognosen.

Der Auftragseingang fiel um 39 Prozent auf 141,7 Mio CHF zurück, entsprechend einem währungsbereinigten Minus von 38 Prozent. Dabei gelte es zu beachten, dass die Halbjahreszahlen stark vom Zeitpunkt des Kundenentscheids für Grossprojekte geprägt seien und dass das Vorjahr "ausserordentlich stark" gewesen sei, teilt das Unternehmen am Donnerstag mit.

Stelle man aufgrund des längerfristigen Charakters des Anlagengeschäfts auf die jüngsten zwölf Monate ab, ergebe sich noch ein Minus in lokalen Währungen von 5 Prozent. Nach Regionen hätten im Berichtssemester sowohl Europa als auch vor allem Asien einen deutlichen Rückgang der Neubestellungen verzeichnet, während sich der Auftragseingang in Amerika gehalten habe.

Der Auftragsbestand bei Neumaschinen lag per Ende Juni bei 284 Mio CHF und damit kaum verändert zum Vorjahr. Gegenüber Ende Dezember entspreche dies mit einem Minus von 18 Prozent einer Normalisierung.

Der Umsatz stieg dagegen um 10 Prozent auf 202,3 Mio CHF (währungsber. +11 Prozent). Dies sei eine Folge des ausserordentlich hohen Auftragseingangs von 2016 und dem entsprechend hohen Auftragsbestand zu Jahresbeginn.

Der Betriebsgewinn EBIT kam auf 8,0 Mio CHF zu liegen, was einem Anstieg um 81 Prozent entspricht. Auch die operative Marge hat sich auf 4,0 Prozent um 160 Basispunkte verbessert. Dazu beigetragen hätten die zahlreichen Massnahmen zur Verbesserung der Profitabilität und operativen Exzellenz, verbunden mit der strategischen Fokussierung auf die wachstums- und ertragsstärksten Marktsegmente und Regionen.

Der Reingewinn hat sich auf 6,4 Mio CHF mehr als verdoppelt, positiv beeinflusst durch eine einmalige Steuergutschrift aus Vorjahren von 0,8 Mio CHF.

Die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr 2017 werden bestätigt. Demnach wird eine deutliche Verbesserung des Umsatzes in lokalen Währungen sowie eine deutliche Verbesserung der operativen Marge erwartet. Beim Auftragseingang wird im zweiten Halbjahr mit einem gegenüber den ersten sechs Monaten deutlich höheren Wert gerechnet. Dennoch sei für das Gesamtjahr mit einem klar unter dem Vorjahreswert liegenden Auftragseingang zu rechnen.

(AWP)