Weniger Umsatz, mehr Gewinn - Sunrise hält an den Zielen fest

Sunrise hat im ersten Quartal weniger Umsatz erzielt, unter dem Strich aber mehr verdient.
11.05.2017 07:16
Vor einem Sunrise-Laden an der Bahnhofstrasse in Zürich.
Vor einem Sunrise-Laden an der Bahnhofstrasse in Zürich.
Bild: cash

Die Nummer zwei auf dem Schweizer Telekommarkt erzielte zwischen Januar und März einen 3,3 Prozent tieferen Umsatz von 431 Mio CHF. Der operative Gewinn auf Stufe EBITDA (adjustiert) nahm hingegen um 2,1 Prozent auf 143 Mio CHF zu, der Reingewinn verdoppelte sich sogar beinahe auf 13 von 7 Mio. Ein "kontinuierlicher Kostenfokus" habe den Umsatzrückgang kompensiert, teilt das Unternehmen am Donnerstag mit.

Ein Hauptgrund für die Umsatzeinbusse waren die neuen Mobilterminierungsgebühren, auf die sich die Schweizer Mobilfunkanbieter im letzten Herbst geeinigt hatten. Ohne diesen Effekt wäre der Umsatz nur um 1,0 Prozent geschrumpft, hält das Management fest. Dem Kundenwachstum seien weiterhin tiefere Durchschnittsumsätze pro Kunde gegenübergestanden, heisst es zur Begründung.

Trotz des "intensiven Wettbewerbs" habe die positive Dynamik beim Kundenwachstum angehalten, betont die Gesellschaft weiter. So seien im ersten Quartal netto fast 25'000 neue Mobilfunkabo-Kunden gewonnen worden. Der Nettozuwachs in den Bereichen Internet und TV, in denen das Management Wachstumspotenzial sieht, habe zudem deutlich über den Vorquartalen gelegen.

Prognosen erfüllt

Mit den vorgelegten Zahlen hat Sunrise die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und EBITDA erfüllt und beim Reingewinn übertroffen. Diese hatten im Schnitt (AWP-Konsens) einen Umsatz von 431,4 Mio, einen EBITDA (adj.) von 140,6 Mio und einen Reingewinn von 11,2 Mio CHF erwartet.

Mit Blick auf das laufende Jahr bestätigt das Unternehmen die Ziele. Der Umsatz soll zwischen 1,82 und 1,86 Mrd CHF zu liegen kommen, was gegenüber 2016 einem Minus von 2 Prozent bis 4 Prozent entspricht. Zudem wird ein adjustierter EBITDA zwischen 595 und 610 Mio CHF angepeilt, also höchstens ein Minus von 3 Prozent. Ausserdem plant das Unternehmen Investitionen zwischen 225 und 265 Mio CHF (2016: 213 Mio). Werden diese Ziele erreicht, sollen die Aktionäre eine erneut höhere Dividende von 3,45 bis 3,55 CHF pro Titel erhalten.

Ausserdem vermeldet das Unternehmen Wechsel im Topmanagement. So übernimmt Bruno Duarte im Juni die Funktion des Chief Consumer Officer. Ausserdem verlässt Chief Business Officer Max Nunziata das Unternehmen. Ein Nachfolger sei gefunden, der Name könne aber noch nicht bekannt gegeben werden, schreibt Sunrise.

(AWP)