Wertvollstes Gut sind die eigenen Mitarbeiter

Am Schweizer Markenkongress trafen sich über 400 Führungspersönlichkeiten, darunter Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz oder der deutsche Investor Carsten Maschmeyer. Schauen Sie sich die cash-Fotostrecke zum Anlass an.
19.06.2015 10:18
Von Silvan Franchetto
Am Schweizer Markenkongress trifft sich die Branche zum Erfahrungsaustausch - und zum Networking.
Am Schweizer Markenkongress trifft sich die Branche zum Erfahrungsaustausch - und zum Networking.
Bild: cash

In acht parallel durchgeführten Foren in den Räumlichkeiten des Grand Hotel Dolder in Zürich wurde am Donnerstagmorgen über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse referiert und "Best Cases" sowie praxisnahe Insights aus der Markenwelt wurden vorgestellt. Dabei wurde aufgezeigt, was starke Marken und erfolgreiche Unternehmen von den Anderen unterscheiden. In den Pausen tauschte man sich aus und es wurden wichtige Kontakte geknüpft. cash.ch war Medienpartner des Markenkongresses.

Impressionen vom Markenkongress

Pierin Vincenz, CEO von Raiffeisen, sprach am Nachmittag im Podiumsinterview gewohnt offen über seine Markenführung und der Transformation seiner Marke Raiffeisen. Was authentische Marken ausmachen zeigte Prof. Dr. Felicitas Morhart von der Uni Lausanne unter anderem anhand des YouTube Videos First _Kiss. Dass es zur Bewerbung eines Produkts auch ohne Produkt geht bewies der Rapper Stress, der aktuell Markenbotschafter von Volkswagen ist.

Urs Riedener, CEO von Emmi, präsentierte am Beispiel seines Unternehmens seine Erfolgsstrategie für Unternehmer. Die kritische Masse muss erreicht werden um Grösse zu generieren, sein Referatstitel lautete denn auch "Aus Luzern in die Welt". "Maschmeyer erzählt alles" lautete die Überschrift der BILD-Zeitung, die Carsten Maschmeyer, ex-CEO von AWD und heute Inhaber der Maschmeyer Group, auf der Leinwand zeigte. Und das tat der erfolgreiche Unternehmer auch, der heute mit seiner "Selfmade-Marke" renommierten Firmen den Vertrieb beibringt.

"Die Leidenschaft kann ein Unternehmen bewegen", mit diesen Worten, erklärte Anton Affentranger, CEO Implenia, seine Strategie. Seine Devise lautete denn auch, dass die Marke Chefsache ist. Das bewies er unlängst, als er den Entscheid für sein Key Visual der "Margerite" fällte und damit richtig lag. Heute wird Implenia als sehr innovativ und emotional wahrgenommen. Mit diesem letzten Referat endete der Schweizer Markenkongress 2015.

Direkt im Anschluss an den Kongress wurden je zum zweiten Mal der "Swiss Academy of Marketing Science Award" und der "Rigour & Relevance Award" verliehen. Und dann warteten alle mit grosser Spannung auf die Verleihung des "Werber des Jahres 2015". Dieser wurde bereits zum 38. Mal gekürt. Die begehrte "Egon-Trophäe" ging dieses Jahr an Curdin Janett, CEO von Publicitas. Er verantwortete unteranderem die aktuelle SALT.-Kampagne.

Das Fazit diese Tages war, ob nun Generation Y, Swissness, Digitale Transformation oder authentische Markenführung: Das wertvollste Gut einer Firma sind seine eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind die wahren und echten Markenbotschafter.