Weshalb die AMS-Aktie ein Kauf bleibt

AMS gilt als einer der Überflieger am Schweizer Aktienmarkt. Es gibt gute Gründe, wieso die Aktie den Anlegern auch weiterhin Freude bereitet.
10.03.2014 00:55
Von Lorenz Burkhalter
Die Aktie von AMS dürften den Anlegern auch in Zukunft Freude bereiten.
Die Aktie von AMS dürften den Anlegern auch in Zukunft Freude bereiten.
Bild: iNg

Im letzten Jahr fiel der Börsenliebling AMS bei den Anlegern vorübergehend in Ungnade. Mehrere Ergebnisenttäuschungen und der überraschende Rücktritt von CEO John Heugle liessen die Aktie des österreichischen Halbleiterherstellers zurückfallen.

Mittlerweile hat das Unternehmen aber wieder zur alten Stärke zurückgefunden. Und obschon das erste Quartal als das saisonal bedingt schwächste des ganzen Jahres gilt, liegt die Aktie schon seit Wochen gut im Markt. Dank überdurchschnittlich guten Wachstumsaussichten sind in den kommenden Monaten neue Höchstkurse zu erwarten.

Produktoffensiven von Apple und Samsung versprechen Wachstum

Warum? Ende Februar wird Samsung mit dem Galaxy S5 auf den Markt kommen. Analysten zufolge sind auch Sensoren aus der Halbleiterschmiede von AMS in die neuste Generation des Smartphones miteingebaut -  vermutlich sogar mehr als bei früheren Modellen.

Auch bei Apple, einem weiteren angeblichen Grosskunden, steht im Frühsommer eine grössere Produktoffensive an. Anders als beim Galaxy S5 ist noch nicht bekannt, was das iPhone 6 für Neuerungen mit sich bringt.

Laut dem Analysten der MainFirst Bank könnte Apple auf den NFC Sender von AMS zurückgreifen. Alleine davon verspricht er sich für dieses Jahr einen zusätzlichen Umsatzbeitrag von mehr als 30 Millionen Euro. Bei einem geschätzten Jahresumsatz von 454 Millionen Euro ist das mehr als ein Apropos.

AMS hat in der jüngeren Vergangenheit im grossen Stil investiert. Erst anlässlich der Jahresergebnispräsentation von Anfang Februar kündigte das Unternehmen weitere Investitionen an. Nimmt der Investitionsbedarf über die kommenden ab, sind alleine schon deshalb Gewinnverbesserungen wahrscheinlich. Darüber hinaus dürfen sich die Aktionäre auf eine grosszügigere Dividendenpolitik oder ein Aktienrückkaufprogramm freuen.

Das Ende der Fahnenstange hat die Aktie von AMS damit noch nicht erreicht. Daran ändert auch die von der Schweizer Börse am Donnerstag gegen bekannt gegebene Untersuchung wegen einer möglichen Verletzung der Offenlegungsvorschriften nichts.