Wie erwartet: Unicredit verkauft Fondstochter Pioneer an Amundi

Die italienische Grossbank Unicredit braucht Geld. Der Verkauf der Fondstocher Pioneer an den Asset Manager Amundi soll Abhilfe schaffen.
12.12.2016 08:18
Der Hauptsitz von Unicredit befindet sich in der italienischen Finanzmetropole Mailand.
Der Hauptsitz von Unicredit befindet sich in der italienischen Finanzmetropole Mailand.
Bild: Bloomberg

Der französische Vermögensverwalter zahlt 3,545 Milliarden Euro in bar für Pioneer, wie Unicredit am Montag mitteilte. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, die Transaktion stehe kurz vor dem Abschluss. Neben dem Kaufpreis bekommen die Italiener noch eine Extra-Dividende von 315 Millionen Euro.

Die Unicredit hatte in der vergangenen Woche exklusive Gespräche mit der Credit-Agricole-Tochter über die Fondstochter bestätigt. Unicredit braucht das Geld, um die stark angeschlagene Kapitaldecke zu stärken. Die Mutter der Hypovereinsbank steht wegen fauler Kredite unter erheblichem Druck.

Der seit Mitte Juli amtierende Vorstandschef Jean-Pierre Mustier hat der Verbesserung der dünnen Kapitalpuffer oberste Priorität eingeräumt. So hatte er bereits Anteile an der Onlinebank Fineco und dem polnischen Kreditinstitut Pekao verkauft. Der Konzern bereitet zudem dem Vernehmen nach auch eine Kapitalerhöhung von bis zu 13 Milliarden Euro vor. Auf dem Kapitalmarkttag an diesem Dienstag (13. Dezember) werden Details dazu erwartet.

(AWP)