Wie man als Anleger auf die WM wettet

Eine amerikanische Grossbank verrät, wie Anleger aus der diesjährigen Fussball-Weltmeisterschaft Profit schlagen können. Und das erst noch ohne in Brasilien investieren zu müssen.
14.02.2014 08:15
Von Lorenz Burkhalter
Dank der Fussball-WM dürfen sich Anlegern auch etwas Samba in ihren Portfolios erhoffen.
Dank der Fussball-WM dürfen sich Anlegern auch etwas Samba in ihren Portfolios erhoffen.
Bild: ZVG

In genau 117 Tagen wird in Brasilien die Fussball-Weltmeisterschaft 2014 angepfiffen. Beim Eröffnugnsspiel tritt Brasilien im Stadion von São Paulo gegen Kroatien an. Welche der beiden Mannschaften das Spiel für sich entscheiden und damit optimal ins Turnier starten wird, darüber lässt sich zum heutigen Zeitpunkt natürlich nur spekulieren.

Geht es allerdings nach der amerikanischen Grossbank JP Morgan, dann stehen die Gewinner der Fussball-WM bereits heute fest: Nämlich die Anleger. Das Fussball-Fieber werde auf die Aktienmärkte übergreifen und gewieften Anlegern Profite bescheren, darin ist sich die Bank sicher.

Und die verantwortlichen Strategen sagen auch gleich, wie sich aus Anlegersicht Profit aus der Fussball-Weltmeisterschaft schlagen lässt. Als aussichtsreichste Aktien bezeichnen sie die der beiden Sportartikelhersteller adidas und Nike. Bei der Aktie von Puma sei das Aufwärtspotenzial hingegen begrenzt.

Auf die Aktien von Sportartikelhersteller setzen

Als offizieller Sponsor werde vor allem adidas als Gewinner aus der diesjährigen Fussball-Weltmeisterschaft hervorgehen. Der Sportartikelhersteller verdiene sein Geld seit je her vor allem im Ballsportbereich. Im vergangenen Jahr habe adidas geschätzte 12 Prozent mit Fussballartikeln und der Marke DANN verdient. Für das laufende Jahr strebe das Unternehmen in diesem Geschäftszweig einen Jahresumsatz von 2 Milliarden Euro an, was einem neuen Rekord entsprechen würde. Als offizieller Sponsor profitiere adidas nicht nur vom Verkauf von Trikots und Schuhen, sondern auch vom offiziellen Fussball, dem Brazuca.

Geht es nach den Strategen von JP Morgan, dann ist auch Nike gut für die diesjährige Fussball-Weltmeisterschaft aufgestellt. Der Sportartikelhersteller gehöre seit den frühen Neunzigerjahren zu den führenden Anbietern von Fussballartikeln. Selbst in Deutschland, dem Heimmarkt des Konkurrenten adidas, sei das Unternehmen in diesem Bereich Marktführer. Als Sponsor der brasilianischen Nationalmannschaft werde Nike eine besondere Aufmerksamkeit zuteil. An der kommenden Fussball-Weltmeisterschaft sponsere das Unternehmen mehr Mannschaften als jeder andere Anbieter.

Etwas abgeschieden stehe hingegen Puma da, so heisst es bei JP Morgan. Das Unternehmen verfüge zwar über die Technologieführerschaft und über eine starke Marketingkraft. Dennoch habe es über die letzten Jahre Marktanteile an adidas und Nike verloren. Die Aktie von Puma werde deshalb weniger stark als die der beiden anderen Konkurrenten profitieren.