Wie man ohne Hauskauf in Immobilien investiert

Es gibt zwei Arten, wie Privatinvestoren in Immobilien investieren können, ohne dafür ein Haus oder eine Wohnung kaufen zu müssen: Aktien einerseits und Immobilienfonds andererseits.
08.09.2016 19:45
Von Marc Forster
Eine Geschäftsimmobilie der Aktiengesellschaft Swiss Prime Site in Basel.
Eine Geschäftsimmobilie der Aktiengesellschaft Swiss Prime Site in Basel.
Bild: ZVG

 

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An der Schweizer Börse sind 14 Immobilien-Aktien kotiert. Die wichtigsten sind Swiss Prime Site, PSP Swiss Property, Mobimo, BFW oder Allreal. Ein Neuzugang war Plazza mit Börsengang Mitte 2015.

Gute Dividendenzahler

Immobilienaktien sind, wie Aktien aller kotierten Firmen, einem Kursrisiko ausgesetzt. Ihr Wert hängt ab vom Geschäftsgang, von der Gewinnqualität und den Gewinnaussichten der jeweiligen Unternehmen. Anleger kaufen Aktien auch wegen der Gewinnanteil-Ausschüttungen. Gerade Immobilienunternehmen gelten derzeit als gute Dividendenzahler.

Ein Immobilienfonds bündelt verschiedene Immobilienaktien, womit das Risiko, das aus einer Einzelaktie besteht, ausgeglichen werden soll. Es bleibt aber das Branchenrisiko. Aktienfonds sind zudem immer mit Gebühren verbunden.

Daneben gibt es die Immobilienfonds im Direktbesitz: Anleger zahlen in einen gemeinsamen Topf ein, aus dem in Liegenschaften investiert wird. Im Verhältnis zur Einzahlung ist man am Mietertrag dieser Immobilien oder anderen Erträgen wie Verkaufserlösen beteiligt. Der Wert der Immobilien wird unabhängig eingeschätzt.

Beständige Auszahlungen

Je nach Art des Fonds sind Direktbesitz-Fonds steuergünstig. Diese Fonds versprechen weniger Abhängigkeit von den Finanzmärkten und stabile Auszahlungen. Die Verwaltung der Immobilien ist nicht Sache des Anlegers, also muss der Anleger der Fondsleitung vertrauen können. Solche Fonds sollten als Langfristinvestment gesehen werden, beispielsweise für die Altersvorsorge.

Das Risiko dieser Form von Immobilien-Investments besteht darin, dass Immobilien unter Zeitdruck und unter Wert verkauft werden müssen, falls der entsprechende Fonds rasch Mittel verliert.