Wie man sich in der Korrektur verhalten sollte

Eine viel beachtete amerikanische Grossbank rät der Kundschaft die Nerven zu behalten und sagt, wie man sich in der Korrektur an den Aktienmärkten am besten verhält.
18.08.2014 08:45
Von Lorenz Burkhalter
Anders als dieser Händler zeigen sich die Strategen der Citigroup wenig besorgt, was die Korrektur an den Aktienmärkten anbetrifft.
Anders als dieser Händler zeigen sich die Strategen der Citigroup wenig besorgt, was die Korrektur an den Aktienmärkten anbetrifft.
Bild: Bloomberg

Seit ihren Höchstständen von Mitte Juni befinden sich die Aktienmärkte inmitten einer Korrektur. Dieser konnte sich auch unser Heimmarkt nicht entziehen. Alleine in den letzten drei Wochen hat der breit gefassten Swiss Performance Index gut 4 Prozent verloren.

In einer Strategiestudie hält die Citigroup die eigene Anlagekundschaft nun dazu an, die Nerven zu behalten. Die geopolitischen Probleme seien zwar beunruhigend, insbesondere der Konflikt in der Ukraine. Ausserdem gebe es in Europa auf kurze Sicht kaum Gründe für höhere Aktienkurse, so die Studienverfasser.

Dennoch sehen die Strategen nur bedingt Gefahren für die Entwicklung der Wirtschaft und der Unternehmensgewinne ausgehen. Ihre Botschaft ist denn auch unmissverständlich: Während den kommenden 12 bis 18 Monaten steht die Ampel an den europäischen Aktienmärkten weiterhin auf grün. Vor diesem Hintergrund raten sie den Anlegern im Falle von Rückschlägen zu gezielten Zukäufen, beispielsweise in den Aktien von Axa, Allianz, Caixabank, DNB und Danske Bank.

Vier vielversprechende Anlageansätze an den Aktienmärkten

Den Studienverfassern zufolge versprechen vier unterschiedliche Ansätze die besten Erfolgsaussichten an den europäischen Aktienmärkten. Die Experten setzen auf Aktien von Unternehmen mit a) attraktiven Dividendenrenditen b) steigenden Gewinnschätzungen c) einem hohen freien Cash Flow und soliden Bilanzen sowie d) auf Aktien aus dem Finanzsektor.

Zuversichtlich stimmen die Strategen vor allem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Negative Folgen des Konflikts in der Ukraine auf die europäische Konjunktur seien zwar nicht von der Hand zu weisen. In den USA zeichne sich allerdings eine starke Erholung der dortigen Wirtschaft ab. Darüber hinaus hätten sich auch die Wachstumsaussichten Chinas aufgehellt. Als Stütze für die europäischen Aktienmärkte erachten die Experten auch die Bereitschaft der Europäischen Zentralbank, falls nötig, mit quantitativen geldpolitischen Lockerungsmassnahmen aufzufahren.