Der Berner Oberländer Wintersportort Gstaad hat die Anzahl Skitage dank der Einführung von dynamischen Preisen in diesem Winter deutlich gesteigert. Verglichen mit dem Vorjahr konnte der Nobelskiort deren Zahl um 15,3 Prozent erhöhen, wie die "NZZ am Sonntag" mit Verweis auf eine erstmalige Auswertung berichtet.

Die durchschnittliche Vorausbuchungszeit - die Anzahl Tage zwischen Ticketkauf und dem eigentlichen Skitag - habe sich in dieser Saison verdreifacht. Online werde durchschnittlich mehr als 20 Tage vorab gebucht. Und statt bisher 3 Prozent hätten neu 15 Prozent der Skifahrer ihr Ticket für das Gebiet online statt am Schalter gekauft.

Laut Matthias In-Albon, Chef der Gstaader Bergbahnen, machen vor allem Familien von den flexiblen Preisen Gebrauch. "Sie sind in der Regel preissensibler und gleichzeitig in der Lage, Skitickets weit im Voraus zu buchen." Aufgrund der dynamischen Preise buchten die Konsumenten tendenziell mehrere Skitage, erklärte In-Albon.

Diese Saison seien mehr Mehrtageskarten mit mehr Gültigkeitstagen verkauft worden. Statt dass das Geld eingespart wird, führen günstigere Preise dem Bericht zufolge zu einem Mehrkonsum. Stichtag für die Zwischenbilanz war der 31. Januar. Details zum Umsatz wollte Gstaad noch nicht bekanntgeben. Dieser liege aber "klar" über dem Vorjahr.

(AWP)