Winterthurer Industriekonzern - Sulzer verzeichnet deutliche Zunahme der Bestellungen

Der Industriekonzern Sulzer weist für das erste Quartal 2017 einen um rund 10 Prozent höheren Bestellungseingang aus. Damit werden die Erwartungen der Analysten übertroffen.
27.04.2017 07:37
Das Sulzer-Management bestätigt den Ausblick für das Gesamtjahr.
Das Sulzer-Management bestätigt den Ausblick für das Gesamtjahr.
Bild: ZVG

Der Industriekonzern Sulzer meldet für das erste Jahresviertel einen deutlichen höheren Bestellungseingang. Alle Berichtsregionen steuerten dazu bei. Zudem bekräftigt das Unternehmen seine Jahresziele.

Mit 757,6 Mio CHF fiel der Auftragseingang im Jahresvergleich 10,7% höher aus. Währungsbereinigt betrug das Plus 11,1%. Organisch, also ohne Einfluss von Wechselkursveränderungen und Akquisitionen, sei der Bestellungseingang um 2% gewachsen, teilt Sulzer am Donnerstag mit. Damit sei der organische Bestellungseingang im Jahresauftaktviertel besser als erwartet ausgefallen. Ursache dafür war unter anderem eine im Vergleich zum Vorjahr höhere Zahl von grösseren Aufträgen bei Pumps Equipment.

Alle Berichtsregionen hätten jedoch zum Wachstum beigesteuert, heisst es weiter. Besonders deutlich sei der Zuwachs in China gewesen - und dies in allen Divisionen. Getragen von den Akquisitionen habe auch das Wachstum in Europa signifikant zugenommen.

Mit dem vermeldeten Bestellungseingang hat Sulzer die Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens von 731,8 Mio) übertroffen.

Downstream-Segment setzt Erholung fort

Der Bestellungseingang aus der Öl- und Gasindustrie lag der Mitteilung zufolge 12% über dem ersten Quartal 2016 und erreichte das gleiche Niveau wie im Jahresendquartal 2016. Während das Downstream-Segment seine Erholung fortgesetzt habe (bei Neuanlagen wie im Servicegeschäft), habe das Upstream-Segment weiterhin unter den herausfordernden Marktbedingungen gelitten. Boden gut gemacht habe Sulzer dagegen mit dem Servicegeschäft.

Im Wassermarkt seien derweil die Bestellungen deutlich gestiegen. Im Energiemarkt bildeten sie sich dagegen zurück, da Energieerzeuger weniger Services und Ersatzteile bestellten. Die unter allgemeine Industrie verzeichneten Bestellungseingänge hätten einschliesslich Akquisitionen kräftig angezogen, so Sulzer.

Von den vier Divisionen verzeichnete Pumps Equipment ein Wachstum von 8,2%, Rotating Equipment Services von 2,1% und Applicator Systems von fast 98%. Trotz einer hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr blieb der organische Bestellungseingang der Division Chemtech (-0,2%) beinahe unverändert. Seit diesem Jahr hat Sulzer die Berichtsstruktur geändert: Zum einen bildet die Einheit Sulzer Mixpac Systems (SMS) zusammen mit den akquirierten Geschäften von Geka und PC Cox die neue Division Applicator Systems (APS). Zum anderen wurde das Geschäft mit Ersatzteilen für Pumpen von der Division Pumps Equipment in den Bereich Rotating Equipment Services verschoben.

Prognosen bestätigt

Das Management bestätigte überdies den Ausblick für das Gesamtjahr. So wird auf währungsbereinigter Basis und einschliesslich der 2016 getätigten Akquisitionen eine Zunahme des Bestellungseingangs von 5 bis 8% und ein Umsatzwachstum von 3 bis 5% erwartet. Zudem geht der Konzern weiter von einer operativen EBITA-Marge von rund 8,5% aus.

(AWP)