«Wir finden keine neuen Mitarbeiter»

Die Elektrotechnik-Gruppe Burkhalter verzichtet lieber auf einen Auftrag, als einen unrentablen anzunehmen. Im Video-Interview sagt CEO Marco Syfrig ausserdem, wie seine Firma in Zukunft weiter wachsen will.
11.04.2016 13:08
Marco Syfrig, CEO von Burkhalter.
Bild: cash

Burkhalter hat im vergangenen Jahr weniger Umsatz, aber deutlich mehr Gewinn erzielt. Der Gewinn je Aktie beträgt 5,80 Franken, wovon 5,25 Franken je Aktie ausgeschüttet werden sollen. Mit den ausgewiesenen Kennzahlen hat die Elektrotechnik-Gruppe die Erwartungen der Analysten beim Umsatz verfehlt, bei den Gewinnzahlen aber erfüllt.

Zum Umsatzrückgang sagt Burkhalter-CEO Marco Syfrig im Video-Interview: "Das ist strategisch so gewollt." Man wolle nur rentable Projekte und verzichte deshalb hie und da auf einen Auftrag, wenn der Preis nicht stimme. Als Ziel wolle man "den Gewinn pro Mitarbeiter steigern."

Die Aktionäre sehen das Ergebnis nicht ganz so positiv: Im Handel am Montag verlieren die Burkhalter-Aktien knapp 1 Prozent.  Die Burkhalter-Aktie hat jedoch bereits eine längere Phase des Aufschwungs hinter sich. In den letzten 12 Wochen legte sie stolze 23 Prozent zu.

Doch nicht nur die Kursperformance ist beeindruckend, auch die Dividendenrendite von 4 Prozent lässt sich sehen. Die absolute Dividende wurde nun um weitere 0,25 Franken erhöht. Diese sei gerechtfertigt, da der Netto-Cashflow fast höher als der ausgewiesene Gewinn ist, wie Syfrig erklärt. Ausserdem werde das Unternehmen auch in Zukunft bei der grosszügigen Dividendenpolitik bleiben, versichert Syfrig.

Weitere Zukäufe geplant

Um die bisherige Akquisitions-Strategie fortzusetzen, soll frisches Geld über eine Kapitalerhöhung generiert werden. "Wir finden auf dem Markt keine neuen Mitarbeiter", konstatiert der Burkhalter-Chef. "Und wenn Sie mehr Leute haben wollen, dann müssen Sie sie über Gesellschaften, die am Markt sind, kaufen."

Der Markt der Schweizer Elektroinstallateure ist sehr fragmentiert, Burkhalter als Marktführer kommt auf einen Anteil von gerade mal 10 Prozent. Kaufkandidaten gibt es viele, zumal sich im Schweizer Markt ungefähr 3400 Elektroinstallateure tummeln.

Welche Erwartungen er an das laufende Geschäftsjahr hat und welche Projekte nach Abschluss des Gotthard-Engagements jetzt auf der Agenda stehen, dazu äussert sich Syfrig im Video-Interview.

(AWP/cash)