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«Wir haben grosses Interesse von Seiten der Zentralbanken»

Johann Gevers von Monetas sagt im cash-Video-Interview, wie die Geschäfte seiner digitalen Transaktionsplattform an der Sibos in Genf laufen. cash.ch berichtete am Mittwoch in einem Live Blog über die Finanzmesse.
28.09.2016 17:38
Von Daniel Hügli, Genf
Johann Gevers, CEO und Gründer von Monetas.
Bild: cash

Von Montag bis Donnerstag dieser Woche geht in Genf die Finanzmesse Sibos, eine der weltweit grössten ihrer Art, über die Bühne. Sibos steht für "Swift International Banking Operations Seminar", die Messe wird vom Zahlungsdienstleister Swift jedes Jahr an einem anderen Ort durchgeführt. Die Schweiz ist zum vierten Mal Austragungsort, wobei Genf zum dritten Mal Gastgeber der Veranstaltung ist. Zuletzt war Sibos im Jahr 2002 in Genf. Die belgische Veranstalterin Swift ist ein Zusammenschluss, dem 10' 000 Banken angehören. Er standardisiert den weltweiten Informationsaustausch und Transaktionsverkehr. 

17:10 Uhr: An der Sibos geht es definitiv zu den Drinks. Auch die Deutsche Bank lädt die Messebesucher zu Bier und ähnlichem, gestern in Form einer "Happy Hour". Angesichts der ungemütlichen Situation der Deutschen Bank tweetete gestern Journalistenkollege Giles Broom von Bloomberg etwas sarkastisch: 

15:00 Uhr: Johann Gevers, Gründer und CEO von Monetas, gibt im cash-Video-Interview Auskunft darüber, wie seine Geschäfte an der Sibos laufen. Das 2012 von ihm gegründete Zuger Unternehmen bietet eine neuartige Plattform, auf der alle Arten von Vermögenswerten über Smartphones schneller, sicherer und günstiger als mit jedem anderen bisherigen System transferiert werden können (vgl. dazu auch das frühere cash-Interview mit Johann Gevers)

 

Es ist 14:50 Uhr, und es werden die ersten Drinks vorbereitet. Man merkt an der Flasche Champagner, dass dies keine Publikumsmesse ist.

 

14:00 Uhr: Hier mal ein Video mit Blick auf die Sibos, gesendet auf Periscope. 

12:00 Uhr: UBS-CEO Sergio Ermotti diskutiert jetzt im Plenarsaal mit IBM-CEO Ginni Rometty und Dean C. Garfield, CEO des Information Technology Industry Council. Der Saal ist voll. Ermotti sagt: "Wir müssen die Technologie umarmen und dabei auch mehr Aktionärswert generieren. Aber wir sollten bloss nicht vorgeben, dass wir als Bank ein Technologieunternehmen sind." Er weist auch auf die zunehmenden Risiken aus der Cyberwelt hin, welche das Finanzwesen bedrohen. Die Marktrisiken seien daher nicht mehr die alleinigen Risiken einer Bank. Ermotti sieht die Fintechs übrigens als positive Entwicklung. Der UBS-CEO stellt sich gegen die landläufige Meinung, dass Fintechs die traditionellen Banken bedrängen: "Die grosse Mehrheit der Fintechs wollen mit uns arbeiten", sagt Ermotti.  

11:45 Uhr: Übrigens: Genf Tourismus erwartet von der Messe, dass sie der Stadt etwa 65 Millionen Franken Mehrumsatz bringt. Palexpo schätzt das Plus auf 30 bis 50 Millionen Franken. Sibos bringt damit einen grösseren wirtschaftlichen Effekt als der Autosalon, weil die Teilnehmer der Messe während vier Tagen in Genf bleiben, also übernachten und sich verpflegen.

10:15 Uhr: UBS-CEO Sergio Ermotti befindet sich am Mittwoch auch an der Sibos. Um die Mittagszeit wird er an einem Panelgespräch teilnehmen. Hier unterhält sich Ermotti mit Besuchern am UBS-Stand.

Bild: cash.ch

10:00 Uhr: Wenn man so durch die Hallen der Palexpo streift, hat man nicht das Gefühl, es ginge der Finanzbranche schlecht. Die Marketingausgaben wurden offensichtlich nicht gross gekürzt. Eine originelle Idee hatte die SIX Group, wie das Bild unten zeigt. Am Stand des Börsenbetreibers gibts auch guten Apfelsaft und andere gesunde Sachen.

Bild: cash.ch

9:30 Uhr: Die Fachmesse in Genf besteht aus Ausstellungen, Konferenzen und Netzwerkanlässen. Hauptthema der Veranstaltung ist der Zahlungsverkehr und dessen Sicherheit. Rund 200 Aussteller sind an der Sibos im Palexpo-Gebäude am Genfer Flughafen dabei. Einen Teil davon sehen wir hier: 

 

Wo sich die Finanzbranche trifft, da sind in der Regel auch Geldsuchende. Am Stand der britischen Bank Standard Chartered etwa war am Dienstag Kevin Keegan anzutreffen, Spielerlegende des FC Liverpool und ex-Spieler des Hamburger Sportvereins. Keegan sammelt Geld für "Seeing is Believing", eine Initiative zur Prävention gegen Erblindung. Und ja, auch bei Keegan sind die Jahre nicht ganz spurlos vorbeigezogen - Fans hat er noch immer: 

 

 

Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, hielt bereits am Montag am "Opening Plenary" eine Rede zur Digitalisierung der Bankenbranche. Laut Jordan sind dezentrale Abwicklungssysteme wie Blockchain kein Ersatz für traditionelle Finanzdienstleistungen. Daher soll der Finanzsektor nur unter bestimmten Bedingungen dem Innovationsdruck nachgeben, sagte Jordan am Montag.

Hier Jordans Rede:

 

 

Die Sicherheitsvorkehrungen an der Sibos sind relativ hoch: Vor dem Palexpo-Gebäude steht ein Kastenwagen der Bereitschaftspolizei, beim Eingang zur Finanzmesse haben sich die Besucher zu scannen.

Bild: cash.ch