«Wir sind dem Turnaround-Plan voraus»

Logitech-CEO Bracken Darrell äussert sich im Video-Interview zu den Zahlen im Schlussquartal. Zudem sagt er, welche Konsequenzen ein Eintritt von Apple in den Tablet-Zubehörmarkt für Logitech hätte.
24.04.2014 14:57
Von Frédéric Papp
Bild: cash

Der Hersteller von klassischem PC-Zubehör und Anbieter von mobilen Accessoires legte im Schlussquartal ein überzeugendes Zahlenset vor. Dank einer starken Umsatzentwicklung (+ 3 Prozent) und einer Senkung der Produktions- und Betriebskosten um fast einen Fünftel, resultierte unter dem Strich ein Gewinn von 75,5 Millionen Dollar. Ein Wermutstropfen für Logitech bleibt das Ebit-Ergebnis, das deutlich hinter den Konsensschätzungen zu liegen kam. In Analystenkreisen werden einmalige Faktoren für diesen Umstand verantwortlich gemacht.

Logitech ist mit dem Zahlenkranz sehr zufrieden. "Wir sind unserem Turnaround-Plan voraus", sagt Logitech-CEO Bracken Darrell im Video-Interview.

Mit dem jüngsten Zahlenset lässt Logitech das enttäuschende Vorjahr hinter sich. Damals mussten die Waadtländer noch einen Betriebsverlust von 250 Millionen Dollar hinnehmen, wobei unter anderem auch Geld für die Restrukturierung ausgegeben wurde.

Keine Angst vor Apple

Ein wichtiger Umsatztreiber für Logitech ist der Markt für Tablets-Accessoires. So produziert das Unternehmen die Hälfte aller iPad-Keyboards für Apple. Dieses Geschäft könnte arg leiden, wenn Apple eigene Keyboards produzieren würde. Laut Marktkennern ist dies eine reelle Gefahr.

Doch Darrell gibt sich diesbezüglich gelassen: "Wir hätten immer noch ein gut laufendes Business." Zwar würde sich der Marktanteil relativ gesehen verringern, dafür sei der Markt dann deutlich grösser, so der CEO. Heute verwenden laut Darrell nur etwa 12 bis 15 Prozent ein Keyboard zusätzlich zu ihrem iPad.

Am Donnerstag reagiert die Aktie zu Handelsbeginn mit einem Kurssprung von gegen 5 Prozent. Im weiteren Handelsverlauf bröckeln die Zugewinne aber zusehends ab. Derzeit wird die Aktie gut 2 Prozent tiefer bei 12,85 Franken gehandelt.

 

Im Video-Interview erklärt Bracken Darrell, wie es am Beispiel der Gaming Maus G602 Entwicklern der ETH Lausanne gelungen ist, eine Verachtfachung der Betriebsdauer hinzubekommen.