Wirbelstürme - Zurich nach Schadenschätzungen gesucht

Die Aktien der Zurich Insurance stehen am Donnerstagmorgen nach Schätzungen zu den Kosten für die drei Wirbelstürme «Harvey», «Irma» und «Maria» als einziger SMI-Titel im Plus.
19.10.2017 10:25
Am Donnerstagmorgen an der Schweizer Börse eine gefragte Aktie: Zurich Insurance.
Am Donnerstagmorgen an der Schweizer Börse eine gefragte Aktie: Zurich Insurance.
Bild: Bloomberg

Insgesamt erwartet der Versicherer Schadensforderungen von rund 700 Millionen Dollar, nach Abzug der Steuern dürften auf den Konzern Verluste von 620 Millionen zukommen. Analysten hatten dies in etwa so erwartet.

Gegen 10.25 Uhr steigen die Zurich-Titel als grösster Gewinner im Leitindex um 0,2% auf 293 Franken. Der Gesamtmarkt (SMI) steht derweil mit 0,5% im Minus.

Für die ZKB liegt die Schadensangabe unter den am Markt erwarteten rund 900 Millionen Dollar. Da die Ereignisse nach Angaben der Zurich weder die Finanzstärke noch die Flexibilität der Gruppe beeinflussen dürften, folgert Analyst Georg Marti, dass der Versicherer auch weiterhin über eine sehr gute Kapitalausstattung verfüge. Damit könnten auch die hohen Dividenden gezahlt werden. Er hält entsprechend an seiner Einschätzung "Übergewichten" fest.

Stefan Schürmann von der Bank Vontobel sieht die Schadenserwartungen nur einen kleinen Tick über seinen Schätzungen. Auch der erwartete Nettoverlust bei der Tochter Farmers Re liege im Rahmen der Prognosen. Die Dividendenrendite der Zurich bleibe attraktiv, die Aktie sei auf dem aktuellen Niveau aber fair bewertet, daher bleibt Schürmann bei "Hold".

Dem schliesst sich sein Kollege Daniel Bischof von Baader Helvea an. Auch er hatte einen etwas geringeren Verlust erwartet, zeigt sich insgesamt aber nicht überrascht von der Nachricht. Auch bei Bryan Garnier gibt man sich gelassen. Zwar gingen diese Schadensschätzungen klar zu Lasten des Gewinns, beeinflussten aber wie auch bei anderen Versicherern nicht die Kapitalposition oder die Flexibilität.

(AWP)