Selbst in einem negativeren Szenario, bei dem Corona-Fallzahlen früher und kräftiger steigen würden als bisher angenommen, werde das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 3,8 Prozent steigen. Dies gab die Konjunkturforschungsstelle am Mittwoch vor den Medien bekannt. In ihrer Sommerprognose war die KOF noch von einem Plus von 4,0 Prozent ausgegangen.

Dabei nimmt die KOF an, dass der Impffortschritt weitergeht, aber selbst stark steigende Fallzahlen nicht zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen und die Politik keine einschneidenden Schutzmassnahmen mehr beschliesst. Im nächsten Jahr rechnet die KOF wie zuvor prognostiziert mit einem BIP-Wachstum von 2,8 Prozent.

Diese Einschätzungen der KOF würden sich mit den grundsätzlich positiven Erwartungen der Schweizer Unternehmen bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Lage decken, heisst es weiter. Der KOF-Geschäftslageindikator hat im Juli einen grossen Schritt nach oben gemacht. "Damit ist die Geschäftslage der Schweizer Unternehmen erstmals wieder besser als zur Jahreswende 2019/20", so die Konjunkturauguren.

Der Geschäftslageindikator habe im Juli in allen befragten Sektoren zugelegt. "Die Wirtschaft erholt sich also in ihrer ganzen Breite", schliesst die KOF daraus.

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(AWP)