Wohneigentumspreise steigen auf Jahreshoch

Die Mietpreise der auf der Onlineplattform Immoscout24 inserierten Wohnobjekte sind im Juni schweizweit im Vergleich zum Vormonat erneut leicht gesunken. Anders die Wohneigentumspreise - sie steigen auf Jahreshoch.
05.07.2016 08:13
Die Mieten in der Schweiz sinken leicht.
Die Mieten in der Schweiz sinken leicht.
Bild: ZVG

Gemäss dem von ImmoScout24 gemeinsam mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI berechneten Swiss Real Estate Offer Index (SREOI) gingen die Mietpreise im Vergleich zum Mai um 0,4% auf 264,22 CHF pro Quadratmeter Jahresmiete zurück. Über das gesamte Jahr betrachtet ist die Entwicklung der Angebotspreise für Mietwohnungen damit landesweit mit -0,7% weiterhin rückläufig und die Anzahl inserierter Mietwohnungen hat gegenüber der Vorjahresperiode um 8% zugenommen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Eigentumswohnungen haben sich dagegen im Juni um 0,2% landesweit verteuert. Auf Jahresbasis beträgt der Anstieg 3,4%. Auch Einfamilienhäuser wurden im Juni erneut teurer. Nach einem leichten Preisrückgang im Vormonat stieg der SREOI für Einfamilienhäuser im Juni um 2,3% an und erreichte mit der Marke von 6'132 CHF pro Quadratmeter Nettowohnfläche den bisher höchsten Jahreswert.

Bemerkenswert ist gemäss Immoscout24 die unterschiedliche Entwicklung zwischen städtischen und ländlichen Wohngebieten. Da in dicht besiedelten Regionen aufgrund der Platzverhältnisse eher Eigentumswohnungen anstatt Einfamilienhäuser angeboten werden, liege der Preis pro Quadratmeter für Stockwerkeigentum Ende Juni bei 7'158 CHF und für ein Einfamilienhaus nur bei rund 6'132 CHF.

Unterschiedliche Nachfrage

Diese Preisentwicklungen sind laut Martin Waeber, Director von ImmoScout24, primär aufgrund der unterschiedlichen Nachfrage zu erklären, weil "die Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor in städtischen Regionen leben möchte". Zudem sei Stockwerkeigentum preislich tendenziell tiefer angesetzt als Einfamilienhäuser.

Die Auswirkungen des "Brexit" auf den Schweizer Immobilienmarkt werden die Nachfrage zudem weiterhin befeuern. Waeber rechnet damit, dass die Hypothekarzinsen weiterhin auf rekordtiefem Niveau verharren werden und die Nachfrage für Wohneigentum deshalb hoch bleiben wird. Mit einer Überhitzung sei derzeit aber nicht zu rechnen.

Der so genannte Swiss Real Estate Offer Index basiert auf den im Internet publizierten Mietangeboten und wird laufend aufdatiert, ist also "realtime" berechnet.

(AWP)