Yen-Schwäche stützt Tokioter Börse - Shanghai gibt nach

Die Aktienmärkte in Fernost haben zum Wochenauftakt keine gemeinsame Richtung gefunden.
12.12.2016 08:03
Ein schwächerer Yen hilft Japans Börse.
Ein schwächerer Yen hilft Japans Börse.
Bild: Bloomberg

Während die Tokioter Börse fester schloss, verzeichneten die Märkte vor allem in China Rückschläge. In Japan brachten gute Vorgaben der Wall Street und der schwächere Yen die Anleger in Kauflaune. In Shanghai und Hongkong verschreckte dagegen eine schärfere Regulierung von Versicherungskonzernen die Investoren. Der Ölpreis legte nach der Einigung der Opec- und Nicht-Opec-Länder auf eine Drosselung der Förderung kräftig zu.

Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte ging 0,8 Prozent höher auf 19.155 Punkten aus dem Handel. Hier fanden die Investoren vor allem Gefallen an den Papieren von Nahrungsmittel-Firmen, die bei der jüngsten Kursrally oft aussen vor geblieben waren. So legten die Anteilscheine des Sojasaucen-Anbieters Kikkoman gut sieben Prozent zu, die des Gewürzherstellers Ajinomoto kletterten um fast fünf Prozent.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans notierte 0,5 Prozent tiefer. Besonders deutlich bergab ging es in Shanghai mit einem Minus von 2,4 Prozent und in Hongkong mit Abschlägen von einem Prozent. Die Investoren kehrten hier vor allem Versicherern den Rücken, nachdem die Aufsicht Aktienkäufe der Firma Evergrande Life beschränkte. Doch auch Unternehmen aus dem Bau- und dem Immobiliensektor, an denen sich die Versicherer traditionell gern beteiligen, büssten an Attraktivität ein.

Die Ölpreise stiegen um rund fünf Prozent. Ein Barrel der Sorte Brent kostete 56,83 Dollar, für ein Fass US-Röhöl waren 54,07 Dollar fällig.

Am Devisenmarkt wurde der Euro kaum verändert zu 1,0560 Dollar gehandelt. Ein Dollar wurde mit 115,60 Yen bewertet. 

(Reuters)